Kripo ermittelt

Nach Sexualdelikt: Polizei befragt Regensburger Anwohner

09.09.2021 | Stand 09.09.2021, 16:03 Uhr

−Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Nach einem Sexualdelikt am 4. September in Regensburg hat die Kriminalpolizei Hausbefragungen in der Nähe des Tatorts durchgeführt. Außerdem hofft die Polizei weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Die Polizei teilt in diesem Zusammenhang noch einmal den bisherigen Sachverhalt mit: Am 4. September 2021, gegen 23.50 Uhr, ging eine 38-jährige Frau von der Landshuter Straße / Ecke Furtmayrstraße in Richtung Innenstadt. Nach gegenwärtigem Stand der Ermittlungen wurde die Frau zunächst von einem unbekannten Mann auf Höhe eines Fitnessstudios in der Landshuter Straße angesprochen und sexuell belästigt.

Die Frau flüchtete vor dem Angreifer die Landshuter Straße entlang weiter in Richtung Innenstadt. Bei der Bahnunterführung wurde die Geschädigte dann erneut von demselben unbekannten Mann angegangen und zu Boden gebracht. Der Täter nahm Handlungen an ihr vor, die nach derzeitiger Sachlage den Tatbestand der Vergewaltigung erfüllen.

Durch die Schreie der 38-Jährigen wurden Passanten auf die Situation aufmerksam, woraufhin der Täter von der Frau abließ und sich vom Tatort unerkannt entfernte.

Anwohnerbefragung soll weiterhelfen

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die weiteren Ermittlungen. Am heutigen Donnerstag (9. September 2021) wurde im erweiterten Tatortbereich eine Anwohnerbefragung durchgeführt. Hierbei erhielten die Ermittler der Kriminalpolizei Unterstützung durch Beamte des Einsatzzuges Amberg.

Mit dieser Aktion versuchte die Polizei die Bewohner im Bereich Landshuter Straße, Hemauerstraße und Leublfingerstraße durch einen persönlichen Kontakt für möglicherweise unbewusste Wahrnehmungen zu sensibilisieren und somit neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die Kriminalpolizei erhofft sich neue Hinweise auf den gesuchten Mann. Durch die Befragung sollte zum Beispiel geklärt werden, ob der Unbekannte räumliche Bezüge zum Tatort hatte, sich dort eventuell häufiger aufhielt oder gar in Tatortnähe wohnt oder wohnte.

Bei Anwohnern die nicht angetroffen wurden, hinterließen die Einsatzkräfte Briefe, mit der Aufforderung sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, wenn möglicherweise relevante Wahrnehmungen gemacht wurden.

Eine Wertung der Ergebnisse ist derzeit noch nicht möglich. Weitere Auskünfte über nun folgende Schritte und Maßnahmen der Kriminalpolizei Regensburg können aus ermittlungstaktischen Überlegungen heraus nicht gegeben werden.

Täterbeschreibung und Hinweishotline

In diesem Zusammenhang weist die Polizei noch einmal auf die bereits veröffentlichte Täterbeschreibung hin:
-männlich
-ca. 175 - 180 cm groß
-Alter: Ende 20 oder etwas jünger
-athletische Figur
-dunkle Hautfarbe – beschrieben als arabisches Aussehen
-sprach gebrochen deutsch
-braune Haare, nackenlang nach hinten gekämmt
-trug weißes T-Shirt und blaue Jeans

Die Ermittler bitten weiterhin dringend um Zeugenhinweise zu dem Geschehen oder dem unbekannten Täter, jeder Hinweis könne für die Ermittler von Bedeutung sein, so die Polizei. Die Hinweishotline der KPI Regensburg ist unter 0941/506-2888 erreichbar.

− pnp/lha