Abenteuerlicher Gefahrguttransport
Große Kontrollaktion: Polizei nimmt Lkw in den Fokus – und findet Bedenkliches

18.04.2024 | Stand 18.04.2024, 13:33 Uhr |

Lkw und Busse im Fokus: Die Polizei kontrollierte am Mittwoch den Güter- und Personenverkehr in der Oberpfalz. − Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Die Oberpfälzer Polizei hat am Mittwoch bei einem Kontrolltag Lastwagen und Busse unter die Lupe genommen. In 151 Fällen hatten die Beamten etwas zu beanstanden.



Die Transportbranche sei ein hartumkämpfter Markt, erklärte das Polizeipräsidium in einer Pressemitteilung. Fahrer stünden unter Zeitdruck und hätten oft mit langen Arbeitszeiten zu kämpfen. Die Verkehrssicherheit bleibe regelmäßig auf der Strecke. Daher schenke die Polizei technischen Mängeln, mangelhafter Ladungssicherung und nicht eingehaltenen Lenkzeiten besondere Aufmerksamkeit.

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Bei den Kontrollen am Mittwoch überprüften 125 Einsatzkräfte aus der Oberpfalz an 29 Kontrollstellen insgesamt 453 Lastwagen und 13 Omnibusse. Bei 151 Fahrzeugen hatten die Polizei etwas zu beanstanden, zehn Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt. In 25 Fällen hatten Fahrer ihre Tageslenkzeit über-, oder die vorgeschriebene Ruhezeiten unterschritten. An sieben Boliden fanden die Beamten technische Mängel, etwa bei den Reifen oder Bremsen. In 14 Fällen wurden die zulässigen Maße oder Gewichte nicht eingehalten.

Auch in Niederbayern kontrollierte die Polizei am Mittwoch den Güterverkehr – und entdeckte dabei über 200 Verstöße. In der Oberpfalz erfüllten zwölf Gefahrguttransporte nicht die gesetzlichen Vorgaben, etwa ein Sattelzug, der an der A3 kontrolliert wurde. Obwohl er eine große Menge Säure geladen hatte, war der Lkw nicht als Gefahrguttransport gekennzeichnet. Der Fahrer besaß die erforderliche Bescheinigung nicht, die Ladungssicherung war mangelhaft und es fehlten erforderliche Ausrüstungsgegenstände. Die Polizei schrieb Anzeigen gegen Fahrer, Verlader und Verpacker. Die Bußgeldhöhe betrage mehrere tausend Euro.

− jra