Furth im Wald

1,4 Millionen minderwertige OP-Masken: Zoll verweigert Einfuhr

13.01.2022 | Stand 13.01.2022, 11:18 Uhr

OP-Masken in Deutschland müssen der EU-Norm entsprechen. −Symbolbild: dpa

Weil sie nicht den EU-Normen entsprach, schickte der Zoll an der Grenze in Furth im Wald eine Lkw-Ladung mit rund 1,4 Millionen OP-Masken zurück in ihr Herkunftsland.



Es war eine Routinekontrolle im Rahmen einer Einfuhrabfertigung, die Beamte des Regensburger Zollamts kürzlich an einem aus Südosteuropa kommenden Lastwagen vornahmen. Dieser wollte mit einer Ladung von 1,4 Millionen OP-Masken bei Furth im Wald die Grenze überqueren.

Allerdings gefiel den erfahrenen Beamten nicht so recht, was sie da sahen. Zweifel an der Qualität der Masken kamen auf. Schließlich müssen die aus Vliesstoffen gefertigten Masken als medizinischer Gesichtsschutz europäische Normen erfüllen. „Besonders jetzt während der Corona-Pandemie sind unsere Beamten da sehr genau“, betont Michael Lochner, Pressesprecher des Hauptzollamtes Regensburg.

Minderwertige Ware

Die zuständige Marktüberwachungsbehörde der Regierung von Oberfranken gab den Beamten schließlich Recht. Die hinzugezogenen Experten bestätigten, dass es sich um minderwertige Ware handele, die in der EU nicht in den Handel kommen dürfe.

Dem Lastwagen wurde daher die Einfuhr in die Europäische Union nicht genehmigt, und er musste mit samt seiner Ladung die Rückreise in sein nicht zur EU gehörendes Herkunftsland antreten.

„Verbraucherschutz spielt große Rolle“

„Das Thema Verbraucherschutz spielt eine große Rolle. Daher ist es wichtig, dass der Zoll die Einhaltung der in der EU geltenden Vorschriften überwacht. Allerdings wird im Rahmen von Warenabfertigungen und Kontrollmaßnahmen immer wieder festgestellt, dass Schutzgüter, wie OP-Masken oder Einweghandschuhe, nicht den gesetzlichen Normen entsprechen“, so die Leiterin des Zollamts Regensburg-Furth im Wald, Zollamtsrätin Christine Zecha.

− lai