Mit Johnson & Johnson

Sonderimpfaktion im Landkreis Landshut - 30 neue Corona-Fälle

19.05.2021 | Stand 19.05.2021, 17:03 Uhr

Die aktuellen Corona-Zahlen aus der Region Landshut. −Grafik: Landratsamt Landshut

Aufgrund einer Sonderzuweisung des Impfstoffes von Johnson & Johnson bietet der Landkreis Landshut erneute Sonder-Impftage am zentralen Impfzentrum in Kumhausen-Preisenberg an.

Dabei können sich alle Bürger mit Erstwohnsitz im Landkreis Landshut, die älter als 18 Jahre alt sind, freiwillig für eine Impfung mit diesem Impfstoff anmelden - unabhängig von Priorisierung oder fester Zuteilung zu einem Impfbus-Gebiet, informiert das Landratsamt am Mittwoch. Die Behandlung erfolgt freiwillig nach individueller Beratung durch einen Impfarzt.

Telefonische Anmeldung erst ab Freitag

Die Anmeldung für die Sonder-Impfung ist ausschließlich per Telefon möglich. Die dazugehörige Telefonnummer 0871 408-1800 ist am Freitag, 21. Mai von 13 bis 17 Uhr freigeschaltet, die Mitarbeiter an den Leitungen vergeben direkt die entsprechenden Impftermine.

„Da ein großer Andrang zu erwarten ist, können die Telefonleitungen ausgelastet sein und es so zu Wartezeiten kommen“, warnt das Landratsamt. Es können nur mehrere Personen gleichzeitig angemeldet werden, wenn alle demselben Hausstand (mit gleicher Adresse) angehören. Alle Angemeldeten müssen sich – zusätzlich zu ihrer telefonischen Terminvereinbarung – unbedingt im zentralen Impfsystem unter www.impfzentren.bayern registrieren.

„Ein Vorteil des Präparats von Johnson & Johnson ist, dass eine Impfdosis ausreicht, um zwei Wochen nach der Immunisierung den vollen Impfschutz zu erhalten“, so das Landratsamt in seiner Mitteilung. Andere Präparate wie Biontech, Moderna oder AstraZeneca werden bei der Impfaktion nicht verabreicht. Biontech und Moderna unterliegen an den Impfzentren weiter der Impfpriorisierung.

Dabei haben die Mitarbeiter des Impfzentrums beobachten können, dass das Präparat von Moderna im Gegensatz zum bekannteren Impfstoff von BioNTech/Pfizer von den Eingeladenen deutlich zurückhaltender angenommen wird. Dabei basieren beide Vakzine auf demselben Prinzip als mRNA-Impfstoffe und sind ab 16 bzw. 18 Jahren zugelassen, während AstraZeneca wie auch Johnson & Johnson so genannte Vektor-Impfstoffe darstellen, erklärt das Landratsamt.


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Landratsamt: Weiter nur „überschaubare“ Impfstofflieferungen



Bislang sind am Impfzentrum, dem Impfbus sowie den mobilen Impfteams rund 49.000 Impfdosen verimpft, wovon knapp 12.000 Geimpfte bereits die zweite Impfung erhalten haben. Allen Angemeldeten der Priorisierungsgruppe 2 wurde bereits ein Impfangebot gemacht, auch die Immunisierungen der Priorisierungsgruppe 3 sind bereits fortgeschritten. Sie werde aber von Tag zu Tag größer, da die Neu-Anmeldungen für eine Corona-Schutzimpfung (jederzeit unter www.impfzentren.bayern möglich) wieder ansteigen.

Limitierender Faktor sind laut Landratsamt nach wie vor die „überschaubaren“ Impfstofflieferungen durch Freistaat und Bund, auf die der Landkreis keinen Einfluss habe. So wurde seitens des Gesundheitsministeriums angekündigt, dass auch an das Impfzentrum des Landkreises Landshut bis voraussichtlich Mitte Juni kein Impfstoff geliefert werden könne, der weitere Erstimpfungen in größerem Umfang erlauben würde. „Die Zweitimpfungen sind aber gesichert“, so das Landratsamt. Deshalb seien langfristige Planungen und verlässliche Prognosen nicht möglich. Bei Fragen stehen die Mitarbeiter des Impfzentrums unter ✆ 0871 408-5560 zur Verfügung. Andere Mitarbeiter im Landratsamt können keine Auskunft zum jeweiligen Stand der einzelnen Anmeldung geben.

Impfwillige können sich parallel auch bei einem niedergelassenen Arzt ihres Vertrauens um eine Impfung bemühen, informiert das Landratsamt weiter. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns wurden in den Arztpraxen bisher knapp 21.000 Erstimpfungen durchgeführt, 780 Personen wurden bereits zwei Mal geimpft.

Drei Todesfälle und 30 Neuinfektionen

Unterdessen meldet die Corona-Arbeitsgruppe am Staatlichen Gesundheitsamt Landshut 30 Neuinfektionen bei Bürgern von Stadt oder Landkreis Landshut, die innerhalb der vergangenen 24 Stunden festgestellt wurden. Seit Pandemiebeginn vor über einem Jahr seien insgesamt 11.870 Infektionen nachgewiesen und die Betroffenen mitsamt ihren Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne überstellt. 11.114 konnten diese bereits wieder verlassen (+ 52). Aktuell seien 479 „laufende Infektionen“ bekannt, ein Minus von 25 gegenüber Dienstag. Mittlerweile seien in zwei Landkreis-Gemeinden (Schalkham und Wurmsham) keine aktiven Corona-Fälle bekannt.

Es wurden aber drei Todesfälle gemeldet, sodass mittlerweile 277 in Zusammenhang mit der Pandemie Verstorbenen gemeldet wurden (69, 80 und 89 Jahre alt). In der Stadt Landshut zeigt die 7-Tages-Inzidenz laut Robert Koch-Institut nach unten (129,4) und auch der Landkreis Landshut weist einen deutlichen Rückgang auf 85,1 auf. „Damit befindet sich dieser maßgebliche Wert der ,Bundesnotbremse‘ erstmals seit Monaten unter der wichtigen Marke von 100 – damit Lockerungen in Kraft treten können, muss dieser Wert stabil bleiben bzw. weiter sinken“, berichtet das Landratsamt.

In den regionalen Krankenhäusern ist die Zahl der Covid-Patienten auf den Normalstationen wieder auf 28 angestiegen (+ 4), auf den Intensivstationen sind unverändert elf Personen in Behandlung, die mit dem Corona-Virus infiziert sind (Stand: 19. Mai 2021).

− pnp