Altötting/Regensburg

Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting auf anderen Wegen

Bischof Voderholzer zelebriert in der Basilika – Mit Bitten im Gepäck

19.05.2021 | Stand 19.05.2021, 15:26 Uhr

Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer (r.) und Pilgerleiter Bernhard Meiler pilgerten bereits am Pfingstsamstag 2020 mit einem Rucksack voller Anliegen der Gläubigen nach Altötting. −Foto: Bistum Regensburg

„Wir lassen nichts ausfallen, wir lassen uns etwas einfallen“ – das gilt auch für die Regensburger Fußwallfahrt nach Altötting.

In deren Rahmen feiert der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer am Samstag vor Pfingsten ein Pontifikalamt in der Päpstlichen Basilika St. Anna. Beginn des Gottesdienstes in Altötting ist um 10.30 Uhr. 300 Gläubige können dort die Heilige Messe mit ihm zu feiern – so viele finden unter Einhaltung der Abstandsregelungen im Gotteshaus Platz. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Audioübertragung auf den Kapellplatz geplant

Pilgerführer Bernhard Meiler wird das große Pilgerkreuz, das ansonsten an der Spitze des Pilgerzuges geführt wird, in die Basilika tragen. Voraussichtlich wird es auch eine Audioübertragung der Feier auf den Kapellplatz geben, teilt Meiler mit. Alle Pilger werden darum gebeten, sich an diesem Tage selbst zu versorgen, da Gaststätten an diesem Termin voraussichtlich nur ihren Außenbereich geöffnet haben dürfen.

Bis diesen Mittwoch (19.5.) können die Gläubigen ihre Anliegen an die Gottesmutter in einer Anliegenbox beim Marienaltar im südlichen Seitenschiff des Regensburger Doms hinterlegen. Bischof Rudolf Voderholzer wird dann persönlich die Anliegen in einem Rucksack zur Gottesmutter nach Altötting bringen. „Egal, ob es sich um ein Anliegen oder um Dankesworte an die Gottesmutter handelt: Jeder Zettel ist das persönliche Anliegen eines Pilgers, so als wäre er persönlich nach Altötting gegangen“, betont Pilgerführer Bernhard Meiler. Auch nimmt er Anliegen per E-Mail an pilgerfuehrer@regensburger-fusswallfahrt.de entgegen. Bereits im vergangenen Jahr, im ersten Jahr der Pandemie, hatte Voderholzer die Bitten nach Altötting getragen. Das war bei vielen Gläubigen gut angekommen. Der Dienst war rege angenommen worden. Einen Rucksack, gefüllt mit 2700 Anliegen, hatte er der Gottesmutter zu Füßen gelegt.

Fußwallfahrt seit 1830

Seit 1830 machen sich jedes Jahr am Donnerstag vor Pfingsten Pilger zu Fuß auf den Weg, um singend und betend von Regensburg zum Gnadenbild „Unserer Lieben Frau von Altötting“ zu ziehen. Die Regensburger Fußwallfahrt findet heuer zum 192. Mal statt. Sie steht unter dem Leitwort „Unter Deinem Schutz und Schirm“.

Vor Beginn der Pandemie pilgerten jährlich rund 8000 Gläubige von Regensburg nach Altötting. Die dreitägige Strecke umfasst 111 Kilometer. Die Pilgerinnen und Pilger werden während der Wallfahrt von privaten Herbergsfamilien kostenlos über Nacht aufgenommen und versorgt. Heuer sind aufgrund der Corona-Pandemie keine Gruppenwallfahrten möglich. Jeder Pilger, der sich dennoch auf den Weg macht, geht auf eigene Verantwortung. Gläubige können auch die Idee der „Wallfahrt dahoam“ aufgreifen. Auf der Seite der Regensburger Fußwallfahrt finden sich Gebete und Lieder, die Sie auch zuhause beten und singen können: „Suchen Sie sich einen schönen Weg in Ihrer Umgebung mit einem richtigen Ziel: einer Kirche, Kapelle, Bildstock oder Kreuz. Machen Sie sich auf den Weg und gehen Sie ihn betend“, schlägt Pilgerpfarrer Johannes Lorenz vor.

− red