Pegel könnten steigen

Unwetter-Lage in Bayern und der Region - Viele Einsätze in Rottal-Inn

15.07.2021 | Stand 15.07.2021, 11:01 Uhr

Die überflutete B388 im Bad Birnbacher Ortsteil Brombach. −Foto: Stewart

In Rheinland-Pfalz und NRW haben starke Unwetter in der Nacht zahlreiche Menschenleben gefordert. Bayern ist hingegen Polizeiangaben zufolge von größeren Unwetterschäden verschont geblieben.

In einigen Regionen habe es in der Nacht zwar stärker geregnet, viele Einsätze habe es allerdings nicht gegeben, teilten Polizeisprecher am Donnerstagmorgen mit. Auch die Polizeidienststellen in Niederbayern und Oberbayern Süd sowie der Oberpfalz melden wenige bis keine Unwettereinsätze.



Eine Ausnahme gibt es in Niederbayern: Im Landkreis Rottal-Inn hatten Starkregen und Gewitter schon am Mittwochabend für zahlreiche Einsätze gesorgt. So wurde unter anderem die B388 im Bad Birnbacher Ortsteil Brombach überflutet und musste stundenlang gesperrt werden. Auch weitere Straßen im Landkreis waren zwischenzeitlich wegen Überflutungen oder Verschmutzungen zeitweise nicht voll befahrbar oder mussten gar ganz gesperrt werden.

Häuser und Keller überflutet

In mehreren Ortschaften wurden außerdem einige Häuser und Keller überschwemmt, wie die Polizei Pfarrkirchen am Donnerstagmorgen berichtet. Stark betroffen war vor allem der Bad Birnbacher Ortsteil Aunham. Anwohner konnten ihre Häuser teilweise mit Sandsäcken sichern.

Aufregung herrschte auch in Emmersdorf, einem Ortsteil von Johanniskirchen: Dort schlug kurz vor 18.30 Uhr der Blitz in ein Haus ein. Glück im Unglück: Ein Feuer brach nicht aus, lediglich der Strom sei ausgefallen. Laut Polizei sei der Mitteiler jedoch „verängstigt“ gewesen. In Egglham hatten es die Einsatzkräfte am Abend schließlich noch mit einem Heizöltank zu tun, der aufgeschwemmt wurde. Hier drohte am Abend die Gefahr, dass das Heizöl in die Kanalisation gelangte.

Wieder Gewitter und Hagel erwartet - Warnung vor Hochwasser

Der Deutsche Wetterdienst rechnet am Donnerstagmittag in Bayern wieder mit Gewittern und Hagel. Örtlich werden Regenmengen von 40 Litern pro Quadratmeter erwartet. Am westlichen Alpenland sind nach Angaben des DWD Starkregen und wiederholte Schauer über den ganzen Tag möglich. Im Allgäu und am Bodensee rechnen die Meteorologen bis in die Nacht zum Freitag mit verstärkten Regenfällen. Die Höchstwerte liegen bei 19 bis 25 Grad.

Derweil warnt das Bayerische Landesamt für Umwelt im Hochwasserlagebericht vor lokalen Anstiegen einzelner Pegel. „Extreme Sturzfluten“ seien dort nicht auszuschließen. Die Hochwasserwellen seien bayernweit allerdings größtenteils abgelaufen. Derzeit seien lediglich die Hochwasserpegel Thann/Altmühl und Laufermühle/Aisch in einer höheren Meldestufe. Infolge der Regenfälle sei ein Anstieg an weiteren Pegeln möglich.

− cav/dpa