Kooperationsvertrag geschlossen

So soll das Keramikhandwerk erhalten bleiben

06.06.2021 | Stand 06.06.2021, 22:53 Uhr

Dr. Veronika Märkl und Dr. Olaf Heinrich unterschreiben die Kooperationsvereinbarung. −Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter

Der Zweckverband Freilichtmuseen und die Keramikschule Landshut vereinbaren eine Kooperation, die das Keramikhandwerk lebendig halten soll.

Das Freilichtmuseum Massing (Landkreis Rottal-Inn) baut an: Derzeit entsteht auf dem Museumsgelände eine historische Hafnerei. Auch belebt soll das Gebäude werden. Den Museumsbesuchern wird mit fußbetriebenen Drehscheiben die historische Herstellungsweise der „Kröninger Hafnerware“ vorgeführt. In einer eingerichteten Werkstatt können sich Keramiker einmieten. Schüler der Keramikschule Landshut können bald Keramik nach traditionellen Verfahren herstellen und ihre Arbeiten in Ausstellungen präsentieren.

Materialkosten liegen bei 20.000 Euro

Für all diese Vorhaben liegt das Hauptaugenmerk auf dem Bau eines guten Holzbrennofens im Hafneranwesen. Die Keramikschule wird ihn kostenfrei errichten, die Materialkosten für den Bau von circa 20000 Euro trägt der Zweckverband.

Dafür vorausgegangen war die erfolgreiche Vereinbarung einer Kooperation zwischen der Keramikschule Landshut und dem Zweckverband Niederbayerische Freilichtmuseen am 24. April. Der Zweckverbandsvorsitzende Dr. Olaf Heinrich und die Schulleiterin Dr. Veronika Märkl schlossen die Kooperation für die Dauer von fünf Jahren.

Kröning war lange Zeit Keramikmetropole

„Im Freilichtmuseum Massing stellen wir mit den niederbayerischen Hauslandschaften das Wohnen und Wirtschaften diesseits der Donau dar. Die Hafner- und Keramiktradition ist eng mit der Region verbunden und dies zu dokumentieren liegt uns am Herzen,“ so Heinrich.

Bis ins frühe 20. Jahrhundert nahm die Landschaft des Kröning eine führende Rolle als altbayerische Hafner- und Keramikmetropole ein.

Übrigens: Nachdem die Museumsaison 2021 erst nach verlängerter Pause losgehen kann, freut sich das Freilichtmuseum Massing nun umso mehr auf seine Besucher. Seit 1. Juni sind die Tore wieder täglich, außer montags, von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Aktuell wird dort auch im Rahmen des Landkreisprojektes „Landschaftsmalerei an Rott und Inn“ eine Ausstellung mit historischen Fotografien gezeigt. Unter dem Titel „Haus, Mensch und Landschaft“ sind Bilder des Arnstorfer Fotografen Josef Gollwitzer zu sehen.

− pnp