Auch in Landshut

Impfstoffmangel: Zu wenig Biontech

26.05.2021 | Stand 26.05.2021, 17:29 Uhr

−Symbolbild: dpa–

Herber Dämpfer für die Landshuter: In den Impfzentren können in den kommenden Wochen voraussichtlich keine Erstimpfungen mit dem Vakzin von Biontech-Pfizer vorgenommen werden.



Das geht aus einer Nachricht der Regierung von Niederbayern an alle Impfzentren der Landkreise und kreisfreien Städte hervor.

Demnach werde das gesamte Biontech-Kontingent benötigt, um fest terminierte Zweitimpfungen durchführen zu können. Betroffen ist auch das Impfzentrum der Stadt Landshut: Dort sind bis auf Weiteres nur noch Zweitimpfungen möglich. Niedergelassene Ärzte können dagegen auch in der Region weiter Erstimpfungen anbieten, da deren Belieferung unabhängig von den Impfzentren erfolgt.



„Dass wir in unserem Impfzentrum nun voraussichtlich wochenlang nur noch Zweitimpfungen vornehmen können, ist eine ganz schlechte Nachricht. Viele Bürgerinnen und Bürger, gerade außerhalb der Priorisierungsgruppen, warten bereits seit Monaten geduldig und diszipliniert auf ihren ersten Impftermin. Leider müssen wir viele von ihnen nun erneut enttäuschen und weiter vertrösten“, so Oberbürgermeister Alexander Putz.



Ausbleibendes Angebot sorgt für Unmut und Frustration



Dadurch entstehe Unmut und Frustration in der Bevölkerung, zumal für Geimpfte zahlreiche Corona-Regeln – von den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen bis hin zu Test- und Quarantänepflichten – nicht mehr gelten. „Die Impfung ist nicht nur für die Gesellschaft insgesamt, sondern auch für jede und jeden Einzelnen der Weg zurück in das normale Alltagsleben. Deswegen steht die Politik in der Pflicht, jedem Impfwilligen so schnell wie möglich ein Impfangebot zu unterbreiten“, so Putz.



Als besonders ärgerlich bezeichnet Putz, dass von Bund und Ländern „monatelang eine regelrechte Impfstoffschwemme für Mai und Juni“ versprochen worden sei. „Da wurde medienwirksam darüber spekuliert, wie die Impfzentren diese Mengen überhaupt verimpfen sollen und ob die Kapazitäten in den Kommunen reichen. Jetzt haben wir Mitte, Ende Mai. Die Realität sieht so aus, dass die Impfzentren auf absehbare Zeit mit keiner einzigen Dose für Erstimpfungen planen können.“

− lw –