17.07.2019, 05:57 Uhr

Neues Zuhause für Straubinger Problemhund „Es ist ein Happy End für Ronja“

Marcus Hentschel (hier mit seiner Verlobten Nikol) holte den American Staffordshire Terrier „Ronja“ nach Polen. (Foto: privat)Marcus Hentschel (hier mit seiner Verlobten Nikol) holte den American Staffordshire Terrier „Ronja“ nach Polen. (Foto: privat)

Der American Staffordshire Terrier, der in Straubing einen Fußgänger und dessen Hund verletzte, hat ein neues Zuhause – in Polen.

STRAUBING Für den American Staffordshire Terrier, der im Mai in Straubing einen Fußgänger und dessen Hund angegriffen und erheblich verletzt hatte, gibt es ein Happy End.

Rückblick: Gegen die Anordnung der Stadt Straubing, seinen Vierbeiner, der unter die Kampfhundeverordnung fällt, nach den Beißattacken abzugeben, hatte der Halter Rechtsmittel eingelegt (das Wochenblatt berichtete). Bis Anfang der Woche war dem Straubinger Ordnungsamt zwar noch keine Entscheidung des zuständigen Verwaltungsgerichts in Regensburg bekannt, doch eine Klärung auf dem Rechtsweg scheint auch nicht mehr nötig zu sein.

Das Wochenblatt erfuhr: Der American Staffordshire Terrier hat ein neues Zuhause – in Polen. Marcus Hentschel, der Straubinger Wurzeln hat und inzwischen mit seiner verlobten Nikol in Kattowitz lebt, hatte den Wochenblatt-Artikel über den Problemhund gelesen und gegenüber den Straubinger Behörden seine Bereitschaft signalisiert, den Vierbeiner aufzunehmen. Die Stadt gab diese Anfrage an den Straubinger Hundehalter weiter.

Nach einer ersten Kontaktaufnahme und weiteren Gesprächen in den letzten Tagen wurde nun der Umzug der Hündin, die auf den Namen „Ronja“ hört, über die Bühne gebracht. Marcus Hentschel, der selbst bereits einen American Staffordshire Terrier besitzt, sagt über Ronja: „Wir haben uns um den Hund gesorgt, da wir selbst diese Rasse haben und wir wissen, dass alle denken, die Rasse wäre nur aggressiv und es wären ‚Kampfhunde‘. Aber wie bei jedem Hund ist die Erziehung ausschlaggebend für das Wesen des Tieres.“ Die bisherigen Erfahrungen des 25-Jährigen und seiner Verlobten, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Tierhilfe engagiert, mit dem vierbeinigen Neuzugang sind positiv: „Von Aggressionen keine Spur, Ronja hat sich schon mit unserem Amstaff angefreundet.“

Besonders glücklich ist das Pärchen, dass dem einstigen Problemhund ein Leben im Tierheim oder gar die Einschläferung erspart bleibt. Marcus Hentschel sagt: „Es ist ein Happy End für Ronja!“


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