04.03.2013, 14:20 Uhr

Heuschnupfen Der Winter geht – der Heuschnupfen kommt

Die Nase läuft, die Augen jucken und das Atmen fällt schwer. Kurz: Die Heuschnupfenzeit naht und macht vielen Betroffenen das Leben schwer.

Allergie oder Erkältung?

Viele Betroffene sind aber unsicher, ob sie wirklich an einem Heuschnupfen leiden oder ob ihre Symptome nicht eher einer Erkältung zuzuschreiben sind. So quälen sie sich niesend, schnupfend und ohne die richtige Therapie durch die Pollensaison. Dabei gibt es klare Anzeichen, die helfen, eine Erkältung von einem Heuschnupfen zu unterscheiden, wissen die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung: Zunächst einmal tritt der Heuschnupfen immer ungefähr zur gleichen Jahreszeit auf. Wer regelmäßig im Frühling an Schnupfen, Augenjucken oder Atemnot leidet, kann davon ausgehen, dass der Pollenflug die Ursache dafür ist. Oft hilft auch ein Blick auf den Stammbaum bei der Diagnose: „Die Neigung zu Allergien ist nämlich erblich“, so die DKV Experten. Wer also Allergiker in der Familie hat, leidet mit höherer Wahrscheinlichkeit selber daran. Für eine Allergie spricht auch, wenn die Nase häufig verstopft ist und klaren, flüssigen Schleim produziert. Die Gesundheitsexperten raten, zudem darauf zu achten, zu welcher Tageszeit der Schnupfen auftritt: „Allergiker leiden besonders morgens unter den Symptomen. Wenn sich die Beschwerden im Freien noch verschlimmern, dürfte die Sache klar sein: Ihr Immunsystem wehrt sich gegen die Polleninvasion – und Sie haben es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mit einer Erkältung zu tun, sondern mit einem Heuschnupfen.“ Betroffene sollten sich an einen Allergologen wenden. Er kann den Verdacht bestätigen und mit dem Patienten zusammen die passende Therapie einleiten. Die Heuschnupfenzeit mit medizinischer Hilfe meistern

Heuschnupfen kann unterschiedlichste Beschwerden hervorrufen. „Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten einer Therapie“, wissen die Experten der DKV Deutsche Krankenversicherung: „Vom einfachen Hausmittel über spezielle Medikamente bis hin zur sogenannten ‚Hyposensibilisierung‘.“ Bei gelegentlichen Symptomen reichen in der Regel Notfallmedikamente: Augentropfen gegen das Jucken, Nasentropfen gegen hartnäckigen Schleim. Auch Hausmittel, wie eine Nasendusche mit Salzwasser oder die Inhalation von ätherischen Ölen, beruhigen die gereizten Schleimhäute. In schwereren Fällen lindern spezielle Medikamente die Beschwerden. „Allergiker, die den Pollenkalender genau kennen und wissen, wann ihre Beschwerden auftreten, können die sogenannten Antihistaminika sogar vorbeugend einnehmen“, so die Gesundheitsexperten der DKV. Nebenwirkungen sind dabei nach ihrer Erfahrung kaum zu befürchten: „Selbst die früher typische Müdigkeit tritt bei den neueren Präparaten kaum noch auf.“ Wer trotzdem ohne Medikamente durch Frühling und Sommer kommen möchte, kann es mit der sogenannten Hyposensibilisierung versuchen: Dafür werden dem Patienten kleinste Mengen der Allergie auslösenden Stoffe gespritzt. So soll sich der Organismus daran gewöhnen. Diese Therapie ist zwar aufwändig, weil sie regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg durchgeführt werden muss. Dafür verspricht sie aber anhaltenden Erfolg. Eine ebenso angenehme wie bewährte Behandlungsmethode empfehlen die Experten noch zum Schluss: „An einer windigen Küste ist die Pollenbelastung gering und Meerluft ist Balsam für die Atemwege. Eine Auszeit am Strand während der Pollenflugsaison kann bei Allergikern deshalb wahre Wunder bewirken.“ Auch ohne medizinische Behandlung lässt sich vorbeugen

Allergien lassen sich heute medizinisch recht gut behandeln. Und wer sich als Allergiker richtig verhält, kann die Allergie auch so lindern. Eine der einfachsten Maßnahmen: Häufiges Duschen. Denn Pollen sammeln sich als feiner Staub in den Haaren und auf der Haut. Werden sie regelmäßig abgewaschen, bereiten sie weniger Probleme. Auch richtiges Lüften der Wohnung kann helfen, die Pollenbelastung gering zu halten. „In der Stadt ist das morgens von sechs bis acht, auf dem Land von 20 bis 24 Uhr am sinnvollsten. Dann ist die Pollenbelastung jeweils am geringsten“, so die Gesundheitsexperten der DKV Deutsche Krankenversicherung. Je reiner Pollenallergiker ihr Schlafzimmer halten, desto besser ihr Schlaf. Die DKV Experten empfehlen deshalb, sich beispielsweise im Badezimmer umzuziehen. „Wenn Sie heimkommen, ist Ihre Kleidung voller Pollen. Beim Umziehen werden diese ausgeschüttelt – und sorgen dann über Nacht für ‚dicke Luft‘ im Schlafbereich.“ Ausreichend Bewegung im Freien ist auch für Allergiker wichtig. Deshalb sollten sie nach Möglichkeit die ersten Stunden nach einem Regenguss für Spaziergänge nutzen: Nach Niederschlägen ist der Pollengehalt in der Luft nämlich deutlich geringer. „Das wäre auch der beste Zeitpunkt für Sport. Bei starkem Pollenflug sollten Allergiker größere Anstrengungen hingegen besser vermeiden“, wissen die Gesundheitsexperten. Hilfreich für die Betroffenen ist auch der Pollenkalender. Dazu müssen Betroffene wissen, auf welche Stoffe sie reagieren – und deren Auftreten mit dem Kalender abgleichen. Fliegen die „schlechten“ Pollen gerade besonders zahlreich, sollten Allergiker besonders konsequent vorbeugen und bei Bedarf medikamentös eingreifen.   


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