03.07.2018, 19:18 Uhr

Überaus erfolgreich RRK-Juniorinnen holen Gold, Silber und Bronze bei den Deutschen Meisterschaften

Das siegreiche Achter-Team um Mira Moch (2. von rechts) und Maria Fischer (rechts). (Foto: Jürgen Moch)Das siegreiche Achter-Team um Mira Moch (2. von rechts) und Maria Fischer (rechts). (Foto: Jürgen Moch)

Überaus erfolgreich war der Auftritt der Juniorinnen Mira Moch, Maria Fischer und Lisa Rak vom Regensburger Ruder-Klub von 1890 e. V. bei den Deutschen Meisterschaften, die jüngst auf dem Fühlinger See in Köln ausgetragen wurden und an denen auch der derzeit in Amerika studierende Sebastian Ritter vom RRK teilgenommen hat.

REGENSBURG Als erste ging die Leichtgewichtsruderin Lisa Rak mit ihrer Zweierpartnerin Mila Milentijevic (Regensburger Ruderverein) in der Klasse der B-Juniorinnen im Vorlauf an den Start. Durch einen sicheren drittenPlatz konnten sich die beiden direkt für das Halbfinale qualifizieren, wo sie einen der drei ersten Plätze erreichen mussten, um sich einen Platz im A-Finale zu sichern. Diese Aufgabe meisterten sie durch einen zweiten Platz mit Bravour und hatten so die Chance, im Finale um die Medaillen mitzurudern. In einem spannenden Rennen belegten sie Platz 3 und durften sich so über Bronzemedaillen freuen.

Die beiden A-Juniorinnen Mira Moch und Maria Fischer wagten einen Doppelstart und fuhren sowohl im gesteuerten Vierer (Rudergemeinschaft mit RC Rheinfelden-Baden/DRC Ingolstadt) als auch im Achter der Regionalgruppe Süd (Rgm. mit Hanauer RC Hassia/Ulmer RCD/RC Rheinfelden-Baden/DRC Ingolstadt/Limburger CfW). Aufgrund der bisherigen Saison-Ergebnisse gab es für die beiden Regensburgerinnen die Chance, für die Junioren-Weltmeisterschaft (an der Mira schon 2017 teilgenommen hatte) nominiert zu werden, doch nur durch einen Sieg im Vierer.

In ihrem ersten Rennen in einem Vierer mit Steuermann gegen die deutsche Konkurrenz lieferten sie einen packenden Kampf. Bis zur Streckenhälfte hatte die Crew um Mira Moch und Maria Fischer gegen die starke Konkurrenz aus Potsdam die Nase vorn, mußten dann aber der geringen Rennerfahrung in dieser Bootsklasse Tribut zollen und verloren die Führung. In einem spannenden Rennen, in dem die restliche Konkurrenz kaum ein Wörtchen mitzureden hatte, sicherte sich das süddeutsche Boot die Silbermedaille. Die Nominierung für die WM aber war dahin.

Mit ihrer Enttäuschung und ein bisschen Wut im Bauch ging die Crew dann im Südteam-Achter an den Start, mit dem sie nach jahrelanger Medaillenebbe endlich reüssieren wollte. Die Crew startete mit kraftvollen Schlägen und legte sich nach zehn Schlägen um eine viertel Bootslänge vor das Feld. Dadurch beflügelt, konnte die Crew ihren Vorsprung bis auf eine Achterlänge immer weiter ausbauen und auch ins Ziel bringen. Damit hieß es „Gold“ für Mira Moch und Maria Fischer – mehr als ein Trostpflaster für die verpasste WM-Nominierung.

Auch der vierte Teilnehmer des RRK, Sebastian Ritter, ging in der Königsklasse des Rudersports an den Start. Durch die große Anzahl von U 23-Ruderern, die in den USA studieren und dort rudern, ergab sich für die Bundestrainerin die Chance, einen Achter aus eben diesen Sportlern zu bilden, um ihn mit den vom DRV gesetzten Booten zu vergleichen.

Die bunt zusammengewürfelte Truppe trainierte am Abend vor dem ersten Rennen das erste Mal gemeinsam und schnell war klar, dass Potential vorhanden war. Das Bahnverteilungsrennen am Freitag sollte als erster Test vor den Finals am Samstag dienen. Nach einem zweiten Platz im ersten Rennen, aber auch der Erkenntnis, dass die DRV Boote schwer zu schlagen sein werden, wechselte der Trainer aus Hamburg noch einmal den Schlagmann des Achters. Im Finale klappte dann lange Zeit alles wie geplant und es ging mit hoher Schlagzahl die Strecke hinunter. Lange Zeit konnte die Mannschaft mit nur kleinem Rückstand zum zweiten Boot die dritte Position verteidigen. Doch auf den letzten 250 Metern arbeitete sich das eingefahrene dritte DRV-Boot heran und es entfachte sich ein harter Kampf um die Bronze-Medaille. Das Video der Zielkamera zeigte schließlich, dass sich das gegnerische Boot tatsächlich im letzten Schlag an Sebastian Ritters Mannschaft vorbeischieben konnte und mit einer Zehntelsekunde der „US-Crew“ die Medaille wegschnappte.


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