07.05.2019, 16:58 Uhr

In spezielle JVA gebracht Kontrahenten niedergestochen – Ermittlungsrichter erlässt Haftbefehl gegen 14-jährigen

Ein Ermittlungsrichter hat Haftbefehl gegen einen 14-jährigen syrischen Asylbewerber erlassen. (Foto: Auer)Ein Ermittlungsrichter hat Haftbefehl gegen einen 14-jährigen syrischen Asylbewerber erlassen. (Foto: Auer)

Ein Ermittlungsrichter hat Haftbefehl gegen einen 14-jährigen syrischen Asylbewerber erlassen. Er steht unter Tatverdacht, einen 15-jährigen unbegleiteten Flüchtlig mit einer Stichwaffe lebensgefährlich verletzt zu haben.

REGENSBURG Ein 15-jähriger Syrer ist am Montagabend in der Regensburger Altstadt mit einer Stichwaffe schwer verletzt worden. Die Polizei hat den Tatverdächtigen, ebenfalls ein jugendlicher 14-jähriger Syrer, am Morgen verhaftet. Der Verletzte ist in einem Krankenhaus notoperiert worden, schwebt aber zwischenzeitlich nicht mehr in Lebensgefahr. Das Amtsgericht Regensburg hat Haftbefehl gegen den 14-jährigen mutmaßlichen Täter erlassen.

Das ist geschehen: Gegen 21.30 Uhr ist der 15-Jährige in der Maximilianstraße nahe dem Hauptbahnhof mit seinem Kontrahenten zusammengestoßen.

Vor einem Schnellrestaurant kam es schließlich zu der Bluttat, der 14-Jährige soll mit einem Stichwerkzeug auf den Kontrahenten eingestochen haben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei wurde der Verletzte von Freunden in ein Krankenhaus gebracht. Die etwa eine Stunde nach der Tat alarmierte Polizei hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen und sucht jetzt nach Zeugen der Tat. Nach Angaben von Dietmar Winterberg, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, sind beide, Opfer und Täter, syrische Asylbewerber. Der 15-Jährige war am Torso von der Stichwaffe getroffen worden. „Die Verletzungen sind erheblich“, so Winterberg.

Das Krankenhaus hatte am Montagabend den Betreuer des 15-jährigen Opfers informiert, der hat wiederum die Polizei eingeschaltet. Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben der Stadt Regensburg um einen unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen, der von der Stadt Regensburg und dem Jugendamt betreut wird. Zum mutmaßlichen Täter wollte die Stadt keine Auskunft geben. „Das fällt unter den Datenschutz“, sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Polizei teilte lediglich mit, dass der junge Mann wegen seines Alters in eine spezielle Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde.

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