07.05.2018, 21:08 Uhr

E-Mobilität Pedelec - auch 2018 ein Trendthema

E-Bikes werden immer beliebter - doch wann und für wen lohnt sich ein solches Fahrrad? Und was ist beim Kauf zu beachten? (Foto: PublicDomainPictures / Pixabay)E-Bikes werden immer beliebter - doch wann und für wen lohnt sich ein solches Fahrrad? Und was ist beim Kauf zu beachten? (Foto: PublicDomainPictures / Pixabay)

E-Bikes und Pedelecs existieren mittlerweile bereits einige Jahre und gehören mittlerweile fest in den Fahrradmarkt.

Trotzdem lässt sich der Bereich nach wie vor als Trendthema bezeichnen, wie entsprechende Statistiken auf Statista zeigen. Demnach ist die Anzahl der Personen, die in Deutschland ein E-Bike oder Pedelec ihr Eigen nennen, zwischen 2014 und 2017 von 2,15 auf 3,86 Millionen Personen angestiegen. Grund genug, einmal aufzuzeigen, worauf interessierte Verbraucher achten sollten, wenn sie sich ein E-Bike zulegen möchten.

Gibt es bestimmte Zulassungsvoraussetzungen für ein Pedelec oder E-Bike?

Die Frage nach Zulassungsvoraussetzungen für elektrisch unterstützte Fahrräder ist nicht pauschal zu beantworten. Es existieren nämlich durchaus deutliche Unterschiedene zwischen den einzelnen Arten von Modellen:

1. Pedelec

Pedelecs gelten grundsätzlich als Fahrrad und bedürfen somit auch keiner gesonderten Zulassung oder Betriebserlaubnis. Es gelten die gleichen Bestimmungen wie für Fahrräder. Die Begrenzung in Bezug auf die Geschwindigkeit mit Unterstützung liegt hier bei 25 km/h. Auch Pedelecs mit einer Starthilfe bis 6 km/h gelten laut Gesetz als Fahrräder. Zusätzlich ist für jedes Pedelec eine EU-Konformitätserklärung und entsprechende CE-Erkennung erforderlich, was insbesondere beim Kauf von Importen zu beachten ist.

2. S-Pedelec

Ein S-Pedelec kann nach seiner Einstufung eine Fahrhilfe mit bis zu 18 km/h bieten und erlaubt eine unterstützte Geschwindigkeit von maximal 45 km/h. Für diese Art von elektrischen Fahrrädern ist ein Mindestalter von 16 Jahren erforderlich und mindestens ein Führerschein der Klasse AM. Wer bereits einen Autoführerschein der Klasse B besitzt, kann diese Räder ebenfalls problemlos fahren. Darüber hinaus existieren weitere Bedingungen zum Führen eines S-Pedelecs:

- Haftpflichtversicherung zzgl. Kennzeichen

- Betriebserlaubnis erforderlich

- Keine Nutzung von Radwegen

- Alkoholgrenze wie beim Fahren von Pkw

3. E-Bike (Elektroleichtmofa)

E-Bikes sind in Deutschland nicht sonderlich weit verbreitet. Sie weisen die Besonderheit auf, dass sie auch komplett ohne Muskelkraft betrieben werden können. Die Maximalgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h bei 500 Watt Motorleistung. Wer diese nutzen möchte, muss mindestens 15 Jahre alt sein und benötigt einen Mofaführerschein. Zudem ist auch ein Versicherungskennzeichen erforderlich. E-Bikes dürfen außerorts durchaus auf Radwegen fahren, während dies innerorts nur bei entsprechenden Hinweis an den Straßenschildern erlaubt ist.

Für wen lohnt sich welches Elektrofahrrad?

Die grundlegenden Entscheidungskriterien für die Wahl einer der obigen Modellvarianten stellen sicherlich die zurückzulegende Strecke sowie die gewünschte Nutzung dar. Wer nur hobbymäßig kürzere Strecken fährt oder das Ganze als sportliche Betätigung nutzt, liegt mit einem Pedelec genau richtig. Hier heißt es: In die Pedale treten. Der Elektroantrieb ist in diesem Zusammenhang eher eine Hilfestellung bei Steigungen oder wenn kleine Entspannungsphasen angesagt sind. Dies gilt auch Menschen, die den morgendlichen Weg zur Arbeit als sportliche Betätigung verbuchen möchten.

Wer weitere Strecken zurücklegen möchte und dies auch regelmäßig tun muss, setzt eventuell mit einem E-Bike auf die bessere Lösung. Die kleinere Variante des Motorrollers benötigt keine Muskelkraft und sorgt für entspanntes Fahren.

Das S-Pedelec ist vor allem für Personen geeignet, die beim „Fahrradfahren“ einen echten temporausch erleben möchten. Mit Unterstützung lassen sich Geschwindigkeiten erreichen, die Fahrradfahrer nur unter äußersten Anstrengungen schaffen.

Was sollte beim Kauf eines Elektrofahrrades beachtet werden?

Der Kauf eines Elektrofahrrads stellt durchaus eine Investition dar, denn entsprechende Modelle liegen bei 1.400 bis 5.500 Euro. Besonders günstige Modelle liegen laut Preislisten von Anbietern wie das-radhaus.de bei 1.000 – 1.100 Euro, wobei sich auch immer wieder Rabatte realisieren lassen. Aus diesem Grund ist es natürlich wichtig, am Ende auch ein E-Bike zu kaufen, welches die eigenen Bedürfnisse abdeckt. Folgende Aspekte sind dabei zu beachten:

- Akkukapazität: Die Akkukapazität ist durchaus ein wichtiger Faktor, weil er über die Laufzeit entscheidet. Große Akkus beginnen hier bei ca. 600 Wattstunden, während kleinere Akkus sich eher im Bereich unter 500 Wattstunden bewegen. Je nach zurückzulegender Strecke sollten Interessenten die Akkukapazität also mit in ihre Entscheidung einbeziehen. Darüber hinaus ist es wichtig, auf die Garantie für die Akkus zu achten. Garantiezeiten von 1-2 Jahren sind hier wünschenswert.

- Motorposition: Die Positionierung des Motors bei einem E-Bike oder Pedelec ist ebenfalls sehr wichtig. Während Front- und Mittelmotorbikes durchaus eine Rücktrittsbremse ermöglichen, ist dies bei einem Heckmotor ausgeschlossen. Dafür kann dieser während der Fahrt elektrische Energie zurückgewinnen und somit die Akkureichweiter verlängern. Den Vergleich zwischen Front- und Mittelmotor entscheidet die zweite Variante für sich, weil der Schwerpunkt auf diese Weise ausgeglichener ist.

- Entsprechende Siegel beachten: Wer besonderen Wert auf hohe Produktqualität legt, sollte beim Kauf eines Pedelecs neben der CE-Bezeichnung auch auf entsprechende Siegen wie das GS-Gütesiegel achten.

- Gute Bremsen: Auch gute Bremsen sind sehr wichtig, da mit einem Pedelec höhere Geschwindigkeiten erreicht werden als mit einem herkömmlichen Fahrrad.

Darüber hinaus sollten sich Interessenten auch noch Gedanken um entsprechendes Zubehör machen. Auch wenn es für Pedelecs (für S-Pedelecs sehr wohl) keine grundsätzliche Helmpflicht gibt, ist dies im Sinne der eigenen Sicherheit durchaus zu empfehlen. Darüber hinaus könnte für längere Ausflüge und Strecken auch ein Ersatz-Akku sinnvoll sein. Dies lässt sich jedoch nur im Einzelfall entscheiden und kann nicht pauschal geklärt werden. Schließlich schlägt ein Ersatz-Akku noch einmal mit einem mittleren dreistelligen Betrag zu Buche.

Fazit

Ob E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec – die elektrisch unterstützten Fahrradtypen und leichten Elektromofas liegen voll im Trend. Dies gilt nicht nur für ausgedehnte Freizeittouren, sondern auch für den Weg zur Arbeit. Die Möglichkeit, die eigene Muskelkraft beim Fahren durch einen E-Motor zu unterstützen, ist dabei ein gutes Argument, morgens auf dem Weg zur Arbeit öfter einmal in die Pedale zu treten. So lässt sich übermäßiges Schwitzen vermeiden und trotzdem tun Betroffene etwas Gutes für ihre Gesundheit. Auf langen Radtouren hat die Elektrounterstützung ebenfalls ihren Charme und sorgt zudem dafür, dass auch noch längere Touren möglich sind. Wer sich für ein entsprechendes Bike interessiert, sollte sich jedoch vorher informieren und beim Kauf auf einige Aspekte achten. Ist dies erledigt, steht tollem Fahrspaß nichts mehr im Wege.