11.04.2018, 11:38 Uhr

Umzugstipps: Wie eine gute Planung für einen reibungslosen Umzug sorgt

Umzugskarton aus zweiwelligem Material sind deutlich robuster. (Foto: stux / Pixabay.com)Umzugskarton aus zweiwelligem Material sind deutlich robuster. (Foto: stux / Pixabay.com)

Mehr als vier Millionen Haushalte ziehen Jahr für Jahr um, sei es aus beruflichen Gründen oder auch der Liebe wegen. Obwohl es eine Vielzahl an Umzugsunternehmen auf dem Markt gibt, bevorzugen es weit mehr als die Hälfte der Mieter, den Umzug in Eigenregie durchzuführen. Dies beweist auch die hohe Nachfrage nach Umzugskartons oder Leihtransportern. Wie das Wochenblatt erst kürzlich berichtete, konnte sich so auch der neue Onlineshop Kartonara auf dem Umzugsmarkt etablieren. Robuste Umzugskisten sind sehr gefragt, denn sie gehören mitunter zur wichtigsten Ausstattung bei einem Wohnungswechsel. Was es darüber hinaus alles zu beachten gilt, damit der Umzug reibungslos abläuft, verrät dieser Artikel.

Richtig packen für den Umzug

Umzugskartons müssen stabil sein und ordentlich Gewicht aushalten können. Darum weiß auch das Unternehmen Kartonara, weshalb es in seinem Onlineshop robuste und tragfähige Kartons anbietet. Diese unterscheiden sich zu Produkten aus dem Baumarkt meist durch ihre Beschaffung. Optimal sind Modelle, die aus zweiwelligem Material gefertigt sind. Diese sind deutlich tragfähiger als einwellige Kartons und können dadurch eine Last von 30 Kilogramm übersteigen. Damit der Umzugskarton sich gut tragen lässt, sollte er zudem über Grifflöcher auf beiden Seiten verfügen.

Bei der Wahl des richtigen Modells ist nicht nur auf die Stabilität zu achten. Der Umzugskarton sollte auch groß genug sein, um einige Gegenstände in ihm unterbringen zu können. Welche Größe exakt benötigt wird, ist von dem vorhandenen Inventar abhängig. Grundsätzlich ist es ratsam, verschiedene Ausführungen zur Verfügung zu haben. Auch sollten lieber ein paar Umzugskartons zu viel, als zu wenig organisiert werden.

Beim Packen der Umzugskisten ist es nötig, systematisch vorzugehen. Damit die gesamte Einrichtung unbeschädigt im neuen Zuhause ankommt, gilt es bereits beim Einräumen folgende Punkte zu beachten:

- Schwere Gegenstände wie Bücher kommen nach unten. Kleidung, Filme oder CDs, also leichtere Dingen obendrauf.

- Zerbrechliches Inventar, beispielsweise Gläser sollten gut verpackt werden. Dafür eignen sich Kleidung, wie auch Bettlaken und Teppiche sehr gut. Alternativ ist auch Zeitungspapier oder Verpackungsmaterial eine Option.

- Die Kisten sollten nicht zu schwer sein. Es ist besser, schwere Gegenstände auf mehrere Kartons zu verteilen.

- Um den Start im neuen Zuhause zu erleichtern, ist es ratsam, alle Kartons zu beschriften. Auch den Umzugshelfern erleichtert es die Arbeit, wenn sie wissen, in welchen Raum sie den Karton bringen müssen.

Den Umzug organisieren

Bevor der Umzugstag ansteht, muss der Transport organisiert sein. Autovermieter bieten die Möglichkeit, auf Stundenbasis große Transporter zu mieten. Wer sich nicht zutraut, mit dem fremden Fahrzeug zu fahren, kann einen Bekannten bitten oder eine Spedition beauftragen. Diese bieten häufig auch einen Umzugsservice an, sodass die Mitarbeiter beim Tragen der Kisten behilflich sind. Die Kosten für eine Umzugsfirma sind jedoch sehr hoch. In der Regel ist es günstiger, den Transport selbst zu organisieren. Meist haben auch Familienmitglieder oder Freunde ein großes Fahrzeug, das sie für diesen Tag zur Verfügung stellen können. Auch innerhalb der Kleinanzeigen lässt sich ein geeigneter Transporter finden.

Schließlich sind die Kisten gepackt und die neue Wohnung einzugsbereit – damit beginnt der wichtigste Teil des Umzuges. Um schnell und ohne Zwischenfälle das gesamte Inventar zu transportieren, sollte der Umzugstag gut organisiert sein. Wichtig ist, genügend kräftige Helfer zu mobilisieren, um auch schwere Möbelstücke tragen zu können. Um Zeit und Kräfte zu sparen, sollten die Möbel spätestens am Tag vor dem Umzug transportbereit gemacht werden. Dazu gehört es, wenn nötig, sperrige Schränke abzubauen, Spiegel sicher zu verpacken und Kanten sowie brüchige Möbelteile mit Schaumstoff zu sichern. Bei einem Umzug kommt es nicht selten zu Kratzern oder Dellen im Inventar, wenn die Möbel durch enge Treppenhäuser rangiert werden müssen. Daher sollte auch der Ein- und Ausgangsbereich in der alten wie auch in der neuen Wohnung leergeräumt und gut durchgängig sein. Wer zudem noch auf der Suche nach einem passenden Kleiderschrank ist, findet in diesem Artikel viele nützliche Tipps.

Damit das Einräumen in der neuen Wohnung stressfrei verläuft, sollten die sperrigen Möbel direkt an den vorgesehenen Ort gebracht werden. Danach müssen die Lampen angebracht werden, um am Abend nicht aufgrund schlechter Lichtverhältnisse eingeschränkt zu sein. Wichtig ist jedoch, sich gerade bei einer Mietswohnung an die Nachtruhe zu halten. Nicht selten gibt es auch eine Mittagsruhe, die meist von 12 bis 15 Uhr andauert. Um sich nicht von Anfang an bei den neuen Nachbarn unbeliebt zu machen, ist es ratsam, auf diese Regelungen Rücksicht zu nehmen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Lärmschutzverordnungen sind hier zu finden.

Nach dem Umzug: So gelingt der Start im neuen Zuhause

So ganz abgeschlossen ist das alte Zuhause nach dem Umzug meist noch nicht. Mieter müssen nach ihrem Auszug die Wohnung so übergeben, wie sie diese erhalten haben. Im Klartext bedeutet dies: Das ehemalige Zuhause muss geputzt sein und Schönheitsreparaturen sind vorzunehmen. Dazu zählen beispielsweise Schrammen an der Tür oder auch Löcher in der Wand. Mit etwas Spachtelmasse oder Silikon lassen sich diese meist problemlos schließen.

Nicht selten kommt es beim Auszug zu Mietstreitigkeiten zwischen den Parteien. Vor allem dann, wenn der Vermieter die Wohnung vor dem Einzug frisch renoviert hatte oder wenn er an seine ehemaligen Mieter zu viele Erwartungen stellt. Grundsätzlich gilt auch hier, dass die Wohnung wieder in ihren vorherigen Zustand gebracht werden muss, normale Abnutzungen jedoch toleriert werden müssen. Dass ein Parkettboden im Laufe der Jahre leicht verkratzt, gilt in der Regel als tolerierbare Abnutzung. Hat er allerdings tiefe Kratzer, beispielsweise durch das Verrücken von Möbeln, muss der Mieter für diesen Schaden aufkommen. In diesem Fall profitiert derjenige, der eine Privathaftpflicht abgeschlossen hat. Mietsachschäden, die aus Unachtsamkeit oder unsachgemäßem Gebrauch entstehen, sind von der Versicherung abgedeckt. Für welche Reparaturmaßnahmen ein Mieter nach seinem Umzug aufkommen muss und, was in einem Mietvertrag festgehalten sein darf, erklärt der Verbraucherschutz.

Mieter müssen Schönheitsreparaturen vornehmen und den Ursprungszustand der Wohnung wiederherstellen. (Foto: congerdesign / Pixabay.com)

(Bildnachweis/e) Titelbild: Pixabay (stux) / Infografik: Pixabay (congerdesign) - Pixabay-Lizenz