21.04.2013, 10:57 Uhr

Historisches Fahrzeug Feuerwehr-Schatz "Leila" wieder in Schwandorf

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Vor ausgewählten Gästen präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Schwandorf am Samstag ihr kürzlich erworbenes einmaliges historisches Drehleiterfahrzeug, das von den Floriansjüngern liebevoll "Leila" genannt wird. Für die Restauration wird nun um Spenden gebeten.

SCHWANDORF Andreas Hohler von der Feuerwehr Schwandorf dankte zunächst allen, die sich für „ein Comeback des Fahrzeugs eingesetzt“ haben und zeigte sich erfreut über die Unterstützung der Stadtratsfraktionen von CSU, SPD und Freien Wähler. Außerdem gelte der Dank der Feuerwehr der Sparkasse Schwandorf und der Raiffeisenbank Schwandorf sowie dem lokalen Technischen Hilfswerk, das den Transport der Drehleiter nach Schwandorf möglich gemacht hat.

"Ich freue mich sehr, dass die Drehleiter wieder zurück nach Schwandorf findet", sagte auch Oberbürgermeister Helmut Hey. Für ihn stelle dies eine „große und schöne Leistung“, aber – gerade im Hinblick auf die noch anstehende Restauration – auch eine "große Aufgabe" dar. Der CSU-Landtagsabgeordnete Otto Zeitler freute sich zudem über das „kräftige Mitwirken“ aller Beteiligten und sieht in dem Kauf den "hohen Gemeinschaftsgeist" der Feuerwehr symbolisiert. "Das zeigt, dass wir hinter der Feuerwehr den Bürgern stehen", so Zeitler.

Bevor „Leila“ schließlich enthüllt wurde, ließ Andreas Hohler gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Christian Schwendner die wechselvolle und vielseitige Geschichte des 1938 an die damalige „Feuerlöschpolizei“ der Stadt übergebenen Drehleiterwagens Revue passieren. So war das Fahrzeug nach seiner Übergabe zunächst im Raum Schwandorf im Einsatz, wurde dann in der Zeit des Zweiten Weltkriegs aber zu Löscharbeiten nach Nürnberg geschickt. Erst nach Kriegsende kehrte "Leila" nach Schwandorf zurück und bewältigte dort bis zum Jahres 1970 neben etlichen Übungen auch eine Vielzahl von Löscheinsätzen.

Bis 1978 fand das Fahrzeug dann beim städtischen Bauhof Verwendung, ehe es 1992 nach Neunburg in Privatbesitz ging. Fortan war der Drehleiterwagen von der Bildfläche verschwunden. Doch 20 Jahre später wurde er aufgrund von Ausstellungsberichten wieder entdeckt und ließ sodann bei der Feuerwehr die "Drähte und Köpfe heiß" laufen. Schließlich konnte das Fahrzeug 2013 – nach Gesprächen mit dem Besitzer und einem Beschluss der Vorstandschaft– für 12.500 Euro wieder in den Besitz der Schwandorfer Feuerwehr wandern.

Nachdem "Leila" gestern von Oberviechtach nach Schwandorf gebracht wurde, präsentierte die Feuerwehr das Fahrzeug am Samstag den geladenen Gästen. Eine öffentliche Vorstellung findet am Sonntag statt. Die Schwandorfer Floriansjünger sind nun auf Spenden angewiesen, damit die Restauration des Fahrzeugs durchgeführt werden kann und der Drehleiterwagen schon bald wieder in ganz neuem Glanz erstrahlen wird. „Einige Spenden dafür sind schon zusammengekommen – aber wir brauchen schon noch mehr“, bittet Andreas Hohler.


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