14.03.2012, 11:45 Uhr

Vorstellung im Landtag: Joachim Gauck überzeugt auch Tanja Schweiger

Foto: Büro SchweigerFoto: Büro Schweiger

Nun stellt er sich also vor, der designierte Bundespräsident. Am Montagabend, 12. März, war Joachim Gauck, Pastor, Publizist, Bürgerrechtler und Stasi-Jäger, im Bayerischen Landtag zu Gast.

MÜNCHEN Die Freien Wähler freuten sich darüber, Gauck schon 2010 gewählt zu haben, als ein gewisser Christian Wulff, der wohl nur als Fußnote in die Geschichte eingehen wird, aus Machtkalkül der Kanzlerin durchgepeitscht wurde.

Gauck beeindruckte diesmal nicht nur die Freien Wähler, auch SPD, Grüne, CSU und FDP (die diesmal Gauck gegen den Willen der Kanzlerin als gemeinsamen Kandidaten durchsetzten) stimmten in den Lobes-Tenor mit ein.

Schon gärt der Zweifel, der den Deutschen immer mehr zur Gewohnheit wird. War Gauck wirklich ein Kämpfer für die Freiheit im DDR-Regime? Oder war er zu still, zu wenig aufmüpfig? Verteidiger der DDR gibt es auch heute noch viel zu viele. Wer einen guten Eindruck davon haben möchte, mit welchen menschenverachtenden Methoden Systemkritiker mürbe gemacht wurden im Arbeiter- und Bauernstaat, der kann dies im Moment im Christian Petzold-Film „Barbara“ mit Nina Hoss in der Hauptrolle recht eindrücklich nachempfinden. Da lernt man unseren Rechtsstaat wieder zu schätzen – auch wenn er von Medien-Vuvuzelas begleitet wird.


0 Kommentare