10.11.2010, 11:47 Uhr

SPD-Kreischef Peter Warlimont poltert gegen die Freien „Freie Wähler sind die Deppen der Atomlobby"

Die nicht erfolgte Resolution des Freisinger Kreistages gegen das Atomkraftwerk Isar I hat ein Nachspiel – das erheblich lauter und im Ton schärfer wird.

FREISING Der Ton wird schärfer in der Debatte um die nicht erfolgte Resolution des Freisinger Kreistags gegen das Atomkraftwerk Isar I. Anfang Oktober hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Verbänden und Initiativen bayernweit zu einer Großdemo in München gegen die Laufzeit-Verlängerungen der Atomkraftwerke aufgerufen. Gleichzeitig hatte sich in Freising ein lokales Bündnis für den Atomausstieg gegründet und für diese Demonstration geworben. Zehntausende protestierten friedlich gegen die Unterwerfung der Bundesregierung vor den Stromkonzernen.

Doch im gerade im Landkreis Freising war es dann nicht so weit her mit dem dem sogenannten Bündnis: „Im Freisinger Kreistag kam es zum Schwur“, so Peter Warlimont, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Freising. Eine Resolution gegen Isar I stand auf der Tagesordnung. Warlimont poltert los: „Dass die örtliche CSU – gefangen in der Atomideologie ihrer Parteiführung – eine solche Resolution verhindern wollte, kann man noch nachvollziehen. Dass aber die große Mehrheit unserer örtlichen Freien Wähler die Resolution zu Fall brachte und sich zum Deppen der Atomlobby und der CSU machte, macht einen sprachlos und traurig.“

Es sei eine Chance gewesen, sich nicht nur zu schmücken, sondern Farbe zu bekennen. „Diese Chance haben die Freien Wähler vertan“, ärgert sich der SPD-Kreischef. Zum bayernweiten und zum Freisinger Bündnis hätten auch die Freien Wähler gezählt. Warlimont weiter: „Sie konnten sich mit der Teilnahme am eindrucksvollen Protest schmücken.“


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