21.07.2013, 07:54 Uhr

Traunsteiner Firma abgezockt Vorsicht: Dubiose Rechnungen von vermeintlichem Amtsgericht im Umlauf

Post vom Staatsanwalt Foto: EcklPost vom Staatsanwalt Foto: Eckl

Abzocker geben sich als Amtsgericht aus und verschicken täuschend echte Rechnungen an Firmen! Doch Vorsicht: Das Geld landet in Bulgarien

TRAUNSTEIN Die neu gegründete Firma eines Traunsteiners erhielt nach ihrer Gründung eine Rechnung, die den Eindruck erweckte, dass sie vom Amtsgericht verschickt worden war. Ein Zahlschein lag anbei. Von wegen Amtsgericht! Tatsächlich handelte es sich nämlich um den dreisten Abzockversuch einer dubiosen Internetfirma. 

Was war in Traunstein geschehen? Schon wenige Tage nach dem Eintrag seiner neuen Firma beim Amtsgericht landete eine scheinbare Rechnung im Postkasten des Traunsteiners. Das Schreiben erweckte den Eindruck, es handele sich um eine amtliche Kostenforderung über 373,66 Euro. Im Briefkopf war neben einer angeblichen Traunsteiner Absender-Adresse der Bundesadler aufgedruckt. Der Traunsteiner Empfänger fiel auf die Täuschung herein und überwies den Betrag umgehend. Erst der Steuerberater bemerkte den Schwindel und machte den Firmengründer auf den Betrug aufmerksam.

Das Geld war aber bereits verloren. Aus dem IBAN-Code des Kontos ist erkennbar, dass das Empfängerkonto in Bulgarien ist. Bundesweit sind bereits viele solcher Abzock-Fälle bekannt geworden. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen die fiktive Firma "HGBR" aufgenommen und warnt vor einem weiteren Auftreten der Firma. Zahlungen sollten keinesfalls geleistet und empfangene „Rechnungen“ genau gelesen werden. Weiterhin sollten alle, die eine solche Abzock-Rechnung erhalten (haben), dies unbedingt bei der Polizei zur Anzeige bringen.


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