07.12.2011, 12:59 Uhr

Salzburger Polizei verschärft Kontrolldruck Prostitution: Freiern geht es an den Kragen

Die Salzburger Polizei macht mobil gegen illegale Prostitution. Im Rahmen einer Schwerpunktaktion kontrollierten die Beamten jetzt erneut: 29 Freier erhalten eine Strafverfügung über 360 Euro.

SALZBURG Den Freiern der Straßenprostituierten wird „Beihilfe zur Begehung einer Verwaltungsstraftat” vorgeworfen. Bereits Ende November hatten Beamte des Landeskriminalamtes Salzburg mit Verstärkung in den Nachtstunden rigide kontrolliert.  Das Prinzip ist einfach: „Angebot und Nachfrage” bestimmen den Markt. Laut Pressestelle der Salzburger Polizei setzen die Ordnungshüter genau hier den Hebel an, um die illegale Prostitution weiter zurückzudrängen.

„Durch verschärfte Kontrollen und Verbesserung bei der Vollstreckung von Strafbescheiden gegen Prostituierte ist das im Jahr 2011 bis jetzt sehr gut gelungen – die Bestrafung von Freiern ist ein weiterer Schritt”, so Pressesprecher Anton Schentz.

Im Vordergrund der Aktion stehe aber nicht die Bestrafung der Freier, sondern dass die Freier über die Gefahren aufgeklärt würden. Bei den 257 durchgeführten Beanstandungen im Jahr 2011 konnte keine einzige der 61 Straßenprostituierten ein Gesundheitsbuch vorweisen. Schentz erklärt: „In dieses Gesundheitsbuch werden die notwendigen periodischen Untersuchungen über das Freisein von Aids und Geschlechtskrankheiten vom Gesundheitsamt des Magistrates Salzburg eingetragen.

Die Freier sollen drastisch auf die Ansteckungsgefahr hingewiesen werden, vor allem auch dahingehend, dass sie in weiterer Folge auch andere Personen anstecken könnten.” In den staatlich kontrollierten Bordellen der Landeshauptstadt Salzburg sei die Ansteckungsgefahr wesentlich geringer, weil diese Bordelle ständig von den Mitarbeitern des Magistrates in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und dem Landeskriminalamt kontrolliert werde.

Die meisten der Freier haben laut Salzburger Polizei ihren Wohnsitz in den Salzburger Gauen, in den angrenzenden Landkreisen Bayerns und den angrenzenden Bezirken in Oberösterreich und Tirol.


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