Schwerpunktkontrollen Einbruch

Oberpfälzer Polizei deckt zahlreiche Straftaten auf

14.11.2022 | Stand 14.11.2022, 18:41 Uhr

Bei dem Schwerpunkteinsatz ist kein Einbrecher auf frischer Tat festgenommen worden, teilt die Polizei mit. Trotzdem haben die Kontrollen zu verschiedenen Anzeigen geführt. −Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Die Polizei in der Oberpfalz hat Schwerpunktkontrollen durchgeführt, um Straftaten zu verhindern - vor allem Einbruch und Diebstahl in Wohnungen. Dabei sind verschiedene Straftaten aufgedeckt worden.



Die Zahl der Wohnungseinbrüche in der Oberpfalz sei auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, informiert die Polizei am Montag in einer Pressemitteilung. Bei mehr als jedem zweiten Wohnungseinbruch scheiterten die Täter demnach im Jahr 2021, weil sie bei der Tat gestört wurden oder technische Sicherungen der Wohnungen nicht überwinden konnten. Die Tendenz im Jahr 2022 zeige bislang ein ähnliches Bild.

Länderübergreifende Kontrollaktion

Die Kontrollen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz sind zwischen 2. und 8. November durchgeführt worden und waren Teil einer länderübergreifenden Kooperation von Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Sachsen.

Die Oberpfälzer Polizei kontrollierte den Angaben zufolge etwa 900 Personen und mehr als 550 Fahrzeuge. Insgesamt mehr als 160 Beamte der Polizeiinspektionen sowie der Zentralen Ergänzungsdienste waren dafür im Einsatz. Auch zivile Beamte sowie Diensthundeführer unterstützten bei den Einsätzen.

Ergebnisse in der Oberpfalz

Bei dem Schwerpunkteinsatz ist kein Einbrecher auf frischer Tat festgenommen worden, teilt die Polizei mit. Trotzdem haben die Kontrollen zu verschiedenen Anzeigen geführt. Die Polizei stellte mehrere Vergehen nach dem Aufenthaltsgesetz fest. Es kam zu zwei Vergehen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie zu zwei Urkundenfälschungen. Drei Verkehrsteilnehmende erwartet wegen Alkohol beziehungsweise Drogen im Straßenverkehr eine Anzeige. Außerdem kam es zu einem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie einem Verstoß gegen das Waffengesetz.

Tipps der Oberpfälzer Polizei

- Haustür abschließen, wenn man das Haus verlässt
- Fenster, Balkon- und Terrassentüren verschließen
- Bewegungsmelder rund um Haus und Wohnung installieren
- Rollläden nur in der Nacht schließen, diese können tagsüber Abwesenheit signalisieren
- Schlüssel nie draußen verstecken
- Wenn der Schlüssel verloren geht, den Schließzylinder wechseln
- Auf Fremde in der Nähe achten und gegebenenfalls Videoüberwachung installieren
- Bei verdächtigen Beobachtungen die Polizei informieren
- Keine Hinweise auf Abwesenheit in sozialen Netzwerken oder auf dem Anrufbeantworter geben
- Besonders bei längerer Abwesenheit den Eindruck von Anwesenheit erwecken, zum Beispiel durch Zeitschaltuhren

Oft weitreichende persönliche Folgen

Für Wohnungseinbruch sieht der Gesetzgeber eine Mindeststrafandrohung von einem Jahr Freiheitsstrafe vor. Dies ergebe sich auch daraus, dass ein Wohnungseinbruch für die Betroffenen oft weitreichende persönliche Folgen habe. Neben materiellen Schäden entstehe ein Gefühl der Unsicherheit oder Angst in der eigenen Wohnung, die manchmal auch länger andauern und in einigen Fällen sogar therapeutische Hilfe notwendig machen kann.

− tka