Starkregen- und Sturzflutereignisse

Bundesverkehrsminister Scheuer: Massive Schäden an Verkehrsinfrastruktur

18.07.2021 | Stand 18.07.2021, 14:48 Uhr

−Archivbild: Sven Hoppe/dpa

Von Alexander Kain

Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) haben die Starkregen- und Sturzflutereignisse auch katastrophale Auswirkungen auf die Verkehrsinfrastruktur.

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„Wenn an der Ahr von 35 Brücken wohl 20 zerstört sind, dann kann man jetzt schon die riesen Aufgabe, die vor uns steht, erahnen“, sagte Scheuer der Passauer Neuen Presse. „Wir sind von Beginn der Katastrophe an am Arbeiten, um bei Straße, Schiene, Wasserstraße und Mobilfunk ein Schadensbild zu haben“, sagte der Bundesverkehrsminister. Für eine Gesamtaufstellung der Schäden sei es allerdings noch zu früh, so Scheuer. „Zuerst müssen Wasser und Schlamm beseitigt sein, ehe wir besichtigen und genau beurteilen können.“ Es kämen zwar „minütlich neue Informationen, aber eben noch sehr punktuell“.



Für diesen Montag habe er aber mehrere Lagebesprechungen seines Ministeriums dazu anberaumt. Auch was die Bahnverbindungen angehe, seien erste Prognosen für die Freigabe von Nebenstrecken „erst nach ausgiebiger Schadensbegutachtung möglich, die aufgrund der komplizierten Lage vor Ort aber nur langsam voranschreiten“, so Scheuer. Alleine auf der Rhein-Ahr-Bahn seien sieben Brücken und 27 Kilometer Gleisanlagen durch das Hochwasser zerstört worden.

Zur Behebung der massiven Schäden der Infrastruktur verweist Scheuer auf die Fluthilfe von Bund und Ländern, die sich bei den Extremhochwässern des Jahres 2013 bewährt habe. „Wir brauchen dieses bewährte System wieder, aktualisiert und zugeschnitten auf die jetzige Situation mit dem Schwerpunkt Infrastruktur“, sagte der Bundesverkehrsminister.