09.04.2019, 18:25 Uhr

Grabungen bei Flossenbürg Möglicher Tod von Monika Frischholz – kleinere Knochenteile und ein Autokennzeichen entdeckt

(Foto: Alexander Auer)(Foto: Alexander Auer)

Mit Bekanntgabe vom Dezember 2018 hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden die EG „Froschau“ gegründet, die das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen zwölfjährigen Monika Frischholz aufklären soll. Von der These, dass das Mädchen ermordet wurde, rückt die Ermittlungsgruppe weiterhin nicht ab. Am Dienstag, 9. April, wurden die Grabungsarbeiten vom Montag fortgesetzt.

FLOSSENBÜRG Am Dienstag wurden die polizeilichen Grabungsarbeiten an einem möglichen Ablageort von Monika Frischholz fortgesetzt. Etwa gegen 8.30 Uhr begannen die körperlich anstrengenden und akribischen Grabungen der Beamten erneut. Dazu stand ihnen ein zweites polizeiliches Grabungsgerät (Fahrzeug mit Kranausleger) der Bayerischen Bereitschaftspolizei zur Verfügung. Um auch größere Bereiche schneller auszuheben, wurde auch ein externer Bagger angefordert. Die Arbeiten wurden schließlich gegen 17.15 Uhr eingestellt. Bislang konnten keine offensichtlich für das Verfahren relevanten Beweismittel sichergestellt werden, wobei noch Untersuchungen von verschiedenen sichergestellten Gegenständen noch ausstehen.

Wie bereits mitgeteilt, wurden am Montag Feststellungen getroffen, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Monika Frischholz stehen können. Bei diesen Feststellungen handelte es sich um kleinere Knochenteile. Diese mussten zunächst als solche näher identifiziert und bestätigt werden. Deshalb wurden sie am Dienstag dem Institut für Rechtsmedizin zur näheren Untersuchung zugeführt. Nachdem es sich um ältere und kleinere Knochenteile handelt, war eine eindeutige Bestimmung der Herkunft zunächst nicht möglich. Dem zwischenzeitlich eingegangenen ersten und vorläufigen Ergebnis der Untersuchung zufolge ist von tierischen Knochen auszugehen. Dies muss jedoch durch weitere und tiefergehende Untersuchungen, die mehrere Tage oder auch Wochen in Anspruch nehmen können, abschließend bestätigt werden.

Am ausgegrabenen VW Käfer wurden zwischenzeitlich ebenso weitere Ermittlungen vorgenommen. Es konnten ein Kennzeichen und ein Typenschild aufgefunden und sichergestellt werden. Bei dem Kennzeichen handelt es sich um eine Zulassung aus der (nordbayerischen) Region. Inwieweit das Fahrzeug mit dem Verschwinden des Mädchens in Verbindung steht, kann auch noch nicht gesagt werden.

Die Kriminalbeamten der EG „Froschau“ wurden bei ihrer Arbeit wieder von verschiedenen Fachkräften unterstützt. Es waren wieder Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung der Kriminalpolizeiinspektion Weiden, der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg vor Ort. Darüber hinaus unterstützte die oben genannte Firma die Grabungsarbeiten mit einem Bagger. Die Grabungen sind vorläufig beendet. Ob und wann weitere forensische Grabungen, die zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen sollen, durchgeführt werden, ist derzeit noch nicht zu sagen. Hierzu wird gegebenenfalls eine gesonderte Pressemitteilung erfolgen.

Zeugen gesucht

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend Euro) soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/ 401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein.


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