08.04.2019, 22:33 Uhr

EG „Froschau“ Seit 42 Jahren verschwunden – bei der Suche im Fall Monika Frischholz gräbt die Polizei ein Auto aus

Am 8. April 2019 wurde bei Flossenbürg gegraben. Die Polizei suchte nach Hinweisen in einem 42 Jahre alten Cold-Case-Fall. Gesuchte wurde im Fall der verschwundenen Monika Frischholz. (Foto: Alexander Auer)Am 8. April 2019 wurde bei Flossenbürg gegraben. Die Polizei suchte nach Hinweisen in einem 42 Jahre alten Cold-Case-Fall. Gesuchte wurde im Fall der verschwundenen Monika Frischholz. (Foto: Alexander Auer)

Mit Bekanntgabe vom Dezember 2018 hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden die EG „Froschau“ gegründet, die das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen zwölfjährigen Monika Frischholz aufklären soll. Von der These, dass das Mädchen ermordet wurde, rückt die Ermittlungsgruppe weiterhin nicht ab. Am Montag, 8. April,fanden erste Grabungsarbeiten an einem möglichen Ablageort der Leiche südlich von Waldkirch statt.

FLOSSENBÜRG Wie angekündigt, fanden ganztägig polizeiliche Grabungsarbeiten an einem Waldrand bei Waldkirch in der Nähe von Flossenbürg statt. An dieser Stelle vermutet die Polizei einen möglichen Ablageort der Leiche von Monika Frischholz. Der Anlass dort zu graben ergab sich auch aus einer Vielzahl von wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung.

Gegen 13.30 Uhr wurden Teile eines Fahrzeugs gesichtet, das anschließend gänzlich freigelegt und geborgen wurde. Dabei handelte es sich dem ersten Anschein nach um einen VW Käfer. Im weiteren Verlauf der Grabungen wurden Feststellungen gemacht, die möglicherweise im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren stehen können. Da diese Erkenntnisse jedoch zunächst weiterer Ermittlungen und Abklärungen bedürfen, können dazu derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

Monika Frischholz wurde am 25. Mai 1976, gegen 15.30 Uhr, in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Das Mädchen war damals zwölf Jahre alt.

Die Kriminalbeamten der EG Froschau wurden bei ihrer heutigen Arbeit von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen unterstützt. So waren unter anderem Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden, der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, der Staatsanwaltschaft Weiden und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg vor Ort.

Die Arbeiten werden Dienstagvormittag, 9. April, ab etwa 9 Uhr fortgesetzt. Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden, ist weiterhin offen.

Zeugen gesucht

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von 10.000 Euro (in Worten: zehntausend Euro) soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein,


0 Kommentare