Nichts gelernt aus dem Todesdrama

Radler (16) ignoriert geschlossenen Bahnübergang – und entgeht mit Glück einer Katastrophe

19.10.2020 | Stand 12.02.2021, 21:02 Uhr
dc/lw
−Foto: n/a

Ein junger Radfahrer hat einen geschlossenen Bahnübergang im Landkreis Landshut überquert und ist knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt

Neufahrn/Landkreis Landshut. Der schreckliche Zugunfall in Bruckberg, bei dem zwei Brüder (13, 17) ums Leben kamen, hat viele Menschen in der Region erschüttert. Aber nicht alle haben offenbar aus der Tragödie gelernt. Am frühen Donnerstagabend (15. Oktober) beobachtete eine Polizeistreife einen Radfahrer, der gegen 20 Uhr in Neufahrn (Lkr. Landshut) nach der Durchfahrt eines Zuges den noch mit Schranken und Rotlicht gesperrten Bahnübergang überquerte. Der Radfahrer, der Kopfhörer trug, hatte riesiges Glück: Wenige Augenblicke später passierten nämlich zwei weitere Züge den geschlossenen Bahnübergang.

Der Radler, ein 16-Jähriger, konnte von der Streife wenig später angehalten und kontrolliert werden. „Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige mit einem empfindlichen Bußgeld in Höhe von über 350 Euro und einem Punkt in Flensburg“, so ein Polizeisprecher.

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