08.12.2020, 13:48 Uhr

Umwelt „Möwen federnah!“ – Regierungen von Niederbayern und Mittelfranken starten gemeinsames Biodiversitätsprojekt

Polnische Lachmöwe in Landshut.  Foto: Philipp Herrmann, Regierung von NiederbayernPolnische Lachmöwe in Landshut. Foto: Philipp Herrmann, Regierung von Niederbayern

Leben Möwen eigentlich nicht am Meer? Nicht nur auch bei uns kann man Lachmöwen das ganze Jahr über beobachten. Im Sommer brütet die Lachmöwe an vielen bayerischen Gewässern und im Winter zieht sie quer durch Europa oder kommt nach Bayern, um hier zu überwintern.

Niederbayern. Mitmachmöwen ist ein Projekt zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie und des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 und wird gemeinsam von der Regierung von Niederbayern und Mittelfranken durchgeführt.

Bei dem Projekt erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur einen Einblick in das Leben der Lachmöwe, sondern auch über Vogelzug und Gefiederwechsel und weitere Vogelarten an bayerischen Gewässern. Die Besonderheit ist, dass die Menschen selbst mitwirken können: Wenn sie eine Lachmöwe mit Fußring entdecken, können sie diese fotografieren und das Foto auf der Internetseite des Projekts unter www.mitmachmoewen.de hochladen. Sie erhalten dann Informationen zur Herkunft und Aufenthaltsorten ihrer Lachmöwe.

„Mit diesem außergewöhnlichen Bürgerwissenschaftsprojekt können wir die Menschen für die Natur vor der Haustür begeistern und sie gleichzeitig aktiv an der Vogelzugforschung teilhaben lassen. Die Menschen können sozusagen selbst in die Rolle des Forschers schlüpfen. So wird Natur- und Artenschutz greifbar. Die beste Voraussetzung, damit die Bereitschaft der Menschen weiterwächst, sich aktiv um den Schutz unserer Natur- und Umwelt, unserer Lebensgrundlage, zu kümmern“, sagt Regierungspräsident Rainer Haselbeck.

Das Projekt Mitmachmöwen ist eine Weiterentwicklung des Projektes „Landshuter Lachmöwen“, welches Philipp Herrmann vom Sachgebiet Naturschutz der Regierung von Niederbayern, damals als Gebietsbetreuer in Landshut im Jahr 2016 ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit seinem Kollegen von der Regierung von Mittelfranken, Dr. Stefan Böger, kümmert er sich um die Betreuung des Projektes, welches aus Mitteln zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie und des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 in Höhe von 15.000 Euro unterstützt wird.


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