16.10.2020, 14:02 Uhr

Umwelt Unterstützung für alte PV- und kleine Biogasanlagen – Josef Zellmeier setzt auf „eine vernünftige Lösung“

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Betreiber von kleinen Photovoltaikanlagen, deren Förderung über das EEG in absehbarer Zeit ausläuft, können wieder etwas mehr darauf hoffen, dass sie ihre Anlagen nicht stilllegen müssen.

Laberweinting/München. Wie Landtagsabgeordneter Josef Zellmeier mitteilte, hat die CSU-Landtagsfraktion auf seine Initiative hin einen Antrag in den Bayerischen Landtag eingebracht, der große Zustimmung fand. Darin wird die Staatsregierung aufgefordert, sich gegenüber der Bundesregierung für einen auskömmlichen Weiterbetrieb der Anlagen einzusetzen, die in der Regel noch 80 bis 90 Prozent der ursprünglichen Leistung bringen. Deshalb soll bei PV-Anlagen bis zu 14 KW die Pflicht zur Nachrüstung eines teuren Messsystems entfallen, das keinen Einfluss auf den Ertrag gehabt hätte. Anlagen bis zu 30 KW sollen zudem von der EEG-Umlage befreit und die Vermarktung des Stroms ohne großen bürokratischen Aufwand ermöglicht werden. Zellmeier, der den Antrag vorangetrieben hatte, betonte: „ Es ist absurd, dass PV-Anlagen unter Umständen abgeschaltet werden müssen, obwohl sie noch gut funktionieren,“ so Zellmeier. Er kennt die Problematik aus dem Landkreis Straubing-Bogen, wo sich viele Pioniere der erneuerbaren Energien Sorge um die Zukunft ihrer Anlagen machen.

Genauso wichtig sei auch die wirtschaftliche Weiternutzung von bestehenden kleinen Biogasanlagen, die unter Verwendung von Gülle betrieben werden. Hier müsse zudem eine Neuinvestition möglich sein,“ erklärte Zellmeier weiter. Das komme der Umwelt zugute und biete den landwirtschaftlichen Betrieben eine zusätzliche Einkommensquelle. Außerdem stabilisieren Biogasanlagen die Versorgungssicherheit in den ländlichen Regionen. Deshalb sei diese Forderung ebenfalls in den Antrag aufgenommen und beschlossen worden. Gemeinsam mit den CSU-Bundestagsabgeordneten werde man nun in Berlin für eine vernünftige Lösung kämpfen.


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