21.07.2020, 15:09 Uhr

In der Ruhe neue Kräfte sammeln Gartenbotschafter Richard Reisinger über das Geschenk der Entschleunigung

Landrat Richard Reisinger in seinem Garten. Die Momente, in denen Landrat Richard Reisinger entspannt im Garten sitzen und Flora und Fauna genießen kann, sind aufgrund der Aufgabenfülle eines Landrats allerdings rar gesät. Foto: Christine HolledererLandrat Richard Reisinger in seinem Garten. Die Momente, in denen Landrat Richard Reisinger entspannt im Garten sitzen und Flora und Fauna genießen kann, sind aufgrund der Aufgabenfülle eines Landrats allerdings rar gesät. Foto: Christine Hollederer

Am Mittwoch, 22. Juli, ist der „Tag der Hängematte“ – wie geschaffen dafür, innezuhalten, sich zu entspannen und einen Miniurlaub zu Hause zu genießen.

Landkreis Amberg-Sulzbach. Auch für Landrat Richard Reisinger, der als Kreisvorsitzender Gartenkultur und Landespflege Amberg-Sulzbach dieses Jahr zusätzlich als Gartenbotschafter fungiert. Der Tag der Hängematte wurde als Symbol für die vielen Möglichkeiten, die Gärten zu bieten haben, von Garteninitiativen, Kreisfachberatern und der Bayerischen Gartenakademie ins Leben gerufen.

Welche Rolle spielt der Garten im Leben des Gartenbotschafters Richard Reisinger?

Mein Garten ist glücklicherweise nicht groß, bereitet mir aber im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten Freude dahingehend, dass er mir keine allzu schwere Arbeit abverlangt und er weiß, dass ich oftmals ungestört entfalten lasse.

Was macht den Garten aus Ihrer Sicht so besonders?

Gärten bieten Lebensräume für Pflanzen und Tiere, und das Besondere an meinem Garten ist vielleicht, dass er gar nichts Besonderes ist, sondern eine Mischung aus Stauden, Gemüse, Obstbäumen, Blumen und etwas Rasen.

Was verbinden Sie persönlich mit Ihrem Garten?

Mein Garten ist für mich ein Hort der Entspannung und Entschleunigung. Oftmals sitze ich nach Dienstschluss einfach auf meiner Gartenbank ohne Handy und Laptop, beobachte die Vögel und lasse den Tag Revue passieren

Haben Sie eine Lieblingsecke?

Das ist meine Sitzbank vor dem Haus, wo ich geschützt hinter hohen Stauden, die längst einmal geschnitten werden müssten, in Ruhe nachdenken kann.

Eine Lieblingsblume?

Ganz klassisch mag ich rote Rosen, erfreue mich an jeglichen Blühpflanzen und genieße vor allem die Obstbaumblüte im Frühjahr, wenn sich das Summen der Bienen einstellt.

Lohnt es sich, mehr Zeit im Garten zu verbringen?

Ganz sicher, das tut der Seele gut und man muss gar nicht viel Arbeit investieren. Wer regelmäßig gießt, die richtigen Standorte wählt, etwas Rückschnitt betreibt, ab und zu etwas düngt, kommt schon ganz gut durch. Bei mir muss das nicht so perfekt sein. Und all die glücklichen Vögel, die bei mir jedes Jahr unbeschwert nisten, der nächtliche Besuch von mehreren Igeln, die ich etwas zufüttere, geben mir da vermutlich Recht. Allerdings fühlen sich auch Wühlmäuse und Schnecken nicht unwohl bei mir.

Welche Botschaft haben Sie für Interessierte, die Sie als neue Gartenfreunde gewinnen konnten?

Einfach ausprobieren. Ich bin da selber ein absoluter Autodidakt, lese aber hin und wieder den ein oder anderen Gartentipp und gucke auch gerne mal eine Gartenratgebersendung. Im Übrigen werbe ich als Kreisvorsitzender der Obst- und Gartenbauvereine für die Kontaktaufnahme zu den örtlichen Vereinen. Die beraten und helfen gerne, da sind auch wahre Profis unterwegs, die im Gegensatz zum Landrat richtig Ahnung haben.


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