10.01.2019, 09:49 Uhr

Zuchtviehauktion in Schwandorf Große Nachfrage bei weiblichen Großtieren – Preise für weibliche Zuchtkälber weiter schwach

Der Betrieb Götz aus Großalfalterbach im Landkreis Neumarkt züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Villeroy“ (Kat.Nr. 8), der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger)Der Betrieb Götz aus Großalfalterbach im Landkreis Neumarkt züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Villeroy“ (Kat.Nr. 8), der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger)

Die erste Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz im Jahr 2019 am Mittwoch, 9. Januar, war geprägt von einer sehr großen Nachfrage nach weiblichen Großtieren. Bei den weiblichen Zuchtkälbern waren die Erlöse weiterhin unter Druck.

SCHWANDORF Bei den Zuchtbullen wurden diesmal 13 hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. An die Spitze stellte die Körkommission einen sehr gut entwickelten „Villeroy“-Sohn. Dieser Bulle sowie drei weitere hoch vorgeschätzte Jungbullen wurden zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt. In den Natursprung konnte weitere vier sehr gut entwickelte Bullen verkauft werden.

Mit 67 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen, fünf Kühen mit mehreren Kalbungen und fünf Kalbinnen war die Auktion mit weiblichen Großtieren auch diesmal leider zu knapp beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten durchwegs mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Von Beginn weg entwickelte sich eine lebhafte Versteigerung. Für 17 Tiere wurden Preise von mehr als 2.000 Euro geboten. Gefragt waren vor allem laufstallgewohnte Tiere mit guter Euteranlage. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Großtiere fanden rasch ihre neuen Besitzer. Wegen des zu geringen Angebots mussten mehrere Kaufinteressenten die Heimreise ohne Tiere antreten. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von netto 1.833 Euro, was einen Preisanstieg von mehr als 100 Euro gegenüber der Dezember-Auktion bedeutet. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der verkauften Jungkühe lag diesmal bei sehr hohen 29,4 Kilo.

Bei den weiblichen Zuchtkälbern war diesmal das Angebot mit 104 aufgetriebenen Tieren etwas geringer. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber konnten abgesetzt werden. Die erzielbaren Erlöse bewegen sich nach wie vor auf niedrigem Niveau. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 260 Euro pro Kalb ein Durchschnittspreis, der um 24 Euro niedriger lag als bei der letzten Auktion. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 7. Januar 2019 war geprägt von mittlerer Nachfrage bei leicht anziehenden Preisen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 92 kg wurde ein Erlös von 5,21 Euro (inklusive Mehrwertsteuer je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 432 Euro (ohne Mehrwertsteuer) anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt – für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber – findet in Schwandorf am Mittwoch, 13. Februar 2019, statt.


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