13.10.2018, 13:16 Uhr

Landwirtschaft Zuchtviehauktion in Schwandorf – Kühe weiterhin gefragt

Der Betrieb Scharnagl aus Dippersreuth im Landkreis Tirschenreuth züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Monumental“ (Kat.Nr. 2), der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an die Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger)Der Betrieb Scharnagl aus Dippersreuth im Landkreis Tirschenreuth züchtete diesen Jungbullen des Bullenvaters „Monumental“ (Kat.Nr. 2), der beim letzten Zuchtviehmarkt in Schwandorf zum Prüfungseinsatz an die Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau überstellt wurde. (Foto: Rudolf Traxinger)

Die Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am 10. Oktober war geprägt von einem großen Angebot an weiblichen Zuchtkälbern. Nachgebende Erlöse waren hier zu verzeichnen. Bei den weiblichen Großtieren war die Zahl der aufgetriebenen Tiere diesmal leider zu knapp. Nicht alle Käuferwünsche konnten deshalb erfüllt werden. Die Erlöse gaben gegenüber der September-Auktion etwas nach.

SCHWANDORF Bei den Zuchtbullen wurden diesmal 13 hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. An die Spitze stellte die Körkommission einen gut typisierten „Monumental“-Sohn (Foto). Dieser Bulle wurde zum Prüfeinsatz von der Besamungsgenossenschaft Marktredwitz-Wölsau erworben. Drei weitere Jungbullen aus dem Anpaarungsprogramm wurden zum Prüfeinsatz an den Besamungsverein Neustadt an der Aisch überstellt. In den Natursprung konnte weitere fünf sehr gut entwickelte Bullen verkauft werden.

Mit 55 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen sowie fünf Kühen mit mehreren Kalbungen und drei Kalbinnen war die Auktion mit weiblichen Großtieren leider nur knapp beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten meist mit guter Qualität und hoher Milchleistung. Von Beginn weg entwickelte sich eine lebhafte Versteigerung. Gefragt waren vor allem laufstallgewohnte Tiere mit guter Euteranlage. Sehr hohe Preisangebote waren jedoch selten. Ausnahmslos alle Tiere fanden bei flottem Versteigerungsverlauf ihre neuen Besitzer. Wegen des zu geringen Angebots mussten aber einige Kaufinteressenten die Heimreise ohne Tiere antreten. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen ein Durchschnittserlös von netto 1.710 Euro. Dies ist gegenüber der September-Auktion ein Preisrückgang von 69 Euro. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der Jungkühe lag diesmal bei 28,3 Kilo.

Ein sehr großes Angebot war auch diesmal bei den weiblichen Zuchtkälbern mit 142 aufgetriebenen Tieren zu verzeichnen. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber konnten abgesetzt werden. Die Nachfrage war diesmal deutlich schwächer, was zu sinkenden Erlösen führte. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 276 Euro pro Kalb ein Durchschnittspreis, der deutlich niedriger lag als bei der letzten Auktion. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am 08. Oktober 2018 war geprägt von guter Nachfrage bei gleichbleibenden Preisen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 88 Kilo wurde ein Erlös von 5,42 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 431 Euro (ohne Mehrwertsteuer) anlegen.


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