30.07.2018, 09:46 Uhr

Ein Problem für die Teichwirte Der Fischotter erobert die Gewässer im Landkreis Amberg-Sulzbach

Der Fischotter erobert derzeit die Gewässer auch in unserer Region. Ein Thema, welches Hans-Hermann Lier (rechts) bei einem Gespräch Bezirksrat Richard Gaßner, SPD-Landtagskandidaten Uwe Bergmann und Reinhold Strobl näher. Der Gipsabdruck zeigt die Größe der Tiere auf. (Foto: Büro Strobl)Der Fischotter erobert derzeit die Gewässer auch in unserer Region. Ein Thema, welches Hans-Hermann Lier (rechts) bei einem Gespräch Bezirksrat Richard Gaßner, SPD-Landtagskandidaten Uwe Bergmann und Reinhold Strobl näher. Der Gipsabdruck zeigt die Größe der Tiere auf. (Foto: Büro Strobl)

Eigentlich sind es possierliche Tierchen – wenn sie nicht Ärger und Kosten verursachen würden. Die Rede ist von der Fischotter, die nachtaktiv und bei uns längst nicht mehr gefährdet ist.

SCHNAITTENBACH/MÜNCHEN Bei einer Gesprächsrunde informierte Hans-Hermann Lier vom Amberger Fischereiverein MdL Reinhold Strobl, Bezirksrat Richard Gaßner und SPD-Kreisvorsitzendem Uwe Bergmann über die Ausbreitung der Fischotter auch in unserer Region. Längst hätte der Fischotter seinen Weg in die kleinsten Gewässer und entferntesten Weiher gefunden. Dabei bereite der Biber der Fischotter den nötigen Weg mit seinen Behausungen. Der Kormoran, so Lier, sei längst nicht mehr der Kormoran. Hier habe sich die Lage inzwischen entspannt. Lier schätzt die Anzahl der Fischottern im Landkreis auf circa 100 Exemplare. Sie werden circa zehn Jahre alt, jährlich bekommen sie zwei bis drei Junge. Er berichtete von einem Weiher, wo 1.000 Karpfen eingesetzt und etwa 50 übrig geblieben seien. Außerdem habe er natürlich auch Auswirkungen auf Amphibien.

Viele Schäden habe man bisher auf den Kormoran geschoben, weil der Bürger selten einer Otter begegnet und auch das Auge für die Spuren einer Otter fehle. Die Frage sei, wie man der Fischotter begegnen könne. Sie seien schließlich geschützt. Zäune seien sicherlich keine Lösung, weder an einem Teich und schon gar nicht an einem Bach oder Fluss. Man könne auch nicht überall die Landschaft mit in die Erde hineinreichenden oder elektrischen Zäunen verschandeln. Entschädigungen bekäme bisher nur die Teichwirtschaft. Das sei aber auch nur ein kleiner Baustein des Problems. Lier: „Wir Fischer stehen zum Artenschutz“. Was aber nötig sei, sei die kontrollierte Entnahme dort, wo der Fischotter sich zu sehr ausbreite. Beim Biber und beim Kormoran sei man hier auf einem guten Wege.

Bezirksrat Richard Gaßner berichtete von der Diskussion im Bezirkstag und den Forderungen des Bayerische Bezirketag. Hier wurde mit Unterstützung der oberpfälzer Bezirksräte Franz Löffler, CSU, und Richard Gaßner, SPD, eine Resolution an den bayer. Landtag auf den Weg gebracht mit der Forderung, ein Fischotter-Monitoring auf den Weg zu bringen, das die aktuelle Bestandssituation dokumentiert um dann auch in besonders belasteten Gebieten, weitere Maßnahmen einzuleiten. Reinhold Strobl versprach, zusammen mit seiner Kollegin Annette Karl sich des Problems anzunehmen und Uwe Bergmann als Landtagskandidat wird das Thema ebenfalls weiter verfolgen.


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