23.03.2018, 18:45 Uhr

Vorsorgemaßnahme Veterinäramt gibt Notfallboxen gegen Schweinepest an Jäger aus

Landrat Thomas Ebeling, die Leiterin der Sicherheitsabteilung Maria Zweck (links) und die Veterinärmedizinerin Dr. Nadine Schieder (rechts) stellen die Notfallboxen vor, um im Falle eines Ausbruchs der Schweinepest gerüstet zu sein. (Foto: Pressestelle LRA Schwandorf)Landrat Thomas Ebeling, die Leiterin der Sicherheitsabteilung Maria Zweck (links) und die Veterinärmedizinerin Dr. Nadine Schieder (rechts) stellen die Notfallboxen vor, um im Falle eines Ausbruchs der Schweinepest gerüstet zu sein. (Foto: Pressestelle LRA Schwandorf)

Nachdem in Tschechien die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen ist, trifft auch das Landratsamt Schwandorf Vorbereitungen, um im Fall des Übergreifens auf die Oberpfalz gerüstet zu sein.

LANDKREIS SCHWANDORF Im Veterinäramt wurden jetzt Notfallboxen beschafft, deren Inhalt es dem Jäger ermöglicht, Proben von tot aufgefundenen Tierkörpern oder krankerlegten Tieren zu entnehmen oder den Tierkörper oder Teile davon sauber zu bergen und ohne Kontamination der Umgebung zum Veterinäramt zu befördern. Landrat Thomas Ebeling, die Leiterin der Sicherheitsabteilung Maria Zweck und die Vertreterin aus dem Veterinäramt Dr. Nadine Schieder stellten die ersten Notfallboxen vor.

Jede Notfallbox enthält unter anderem einen Tierkörpersack, Einweg-Overalls, Einmalhandschuhe, Probenröhrchen für Blut und andere Körperflüssigkeiten sowie Untersuchungsanträge. Den 18 Hegeringleitern im Landkreis stellt das Landratsamt eine Notfallbox jeweils unentgeltlich zur Verfügung. Interessierte Jäger können die Box zum Selbstkostenpreis von 25 Euro beim Veterinäramt erwerben. Die Behörde bietet damit einen fachlich sinnvollen Service für die Jägerschaft an.

Wie das Landratsamt betont, handelt es sich um eine reine Vorsorgemaßnahme. Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte, dass das Virus den Landkreis bereits erreicht hätte. Aufgrund des anhaltenden Waren- und Personenverkehrs kann aber leider nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Schweinepest weiter verbreiten wird.

Die Kreisbehörde bittet erneut um die Beachtung der Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen. Den Bewohnern des Landkreises wird geraten, alle Fleisch- und Wurstreste in der Restmülltonne zu entsorgen. Auch Speisereste von unterwegs sollten zu Hause und nicht etwa auf Rastplätzen entsorgt werden. Der Kontakt von Hausschweinen mit dem Schwarzwild ist zu vermeiden. Landwirtschaftliche Betriebe, die Ferkel- und Schweinemast betreiben, müssen verstärkt auf die Biosicherheit in ihren Betrieben achten.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine durch ein Virus hervorgerufene und nahezu immer tödlich verlaufende, hoch ansteckende Krankheit für Schweine. Menschen sind durch das Virus nicht betroffen, weder bei Kontakt noch durch Verzehr, können aber unwissentlich zur Verbreitung beitragen.


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