03.10.2020, 14:47 Uhr

Für „Mundräuber“ Landratsamt appelliert, Bäume zum freien Ernten kenntlich zu machen

Obst gibt es heuer wieder zuhauf. Für Landkreisbäume gilt: Bitte pflücken!  Foto: Schorsch MaierhoferObst gibt es heuer wieder zuhauf. Für Landkreisbäume gilt: Bitte pflücken! Foto: Schorsch Maierhofer

Herbstzeit ist Erntezeit. In vielen Küchen des Landkreises duftet es im September und Oktober herrlich nach leckeren Apfelkuchen, Zwetschgendatschi, Quittengelee und Birnenkompott. Viele dieser Früchte wachsen auf vermeintlich „herrenlosen“ Bäumen entlang von Straßen oder auf freier Flur. Aber darf man die auch pflücken?

Landkreis Regensburg. Der Landkreis Regensburg möchte auch private Obstbaum-Besitzer, die ihr überschüssiges Obst teilen möchten, und Abnehmer gerne zusammenbringen und ruft dazu auf, mit Schildern kenntlich zu machen, wo kostenlos gepflückt und geerntet werden darf.

Josef Sedlmeier, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, freut sich, wenn darüber hinaus der Früchtesegen auf öffentlichem Grund genutzt wird: „Gerne dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger an den kreiseigenen Obstbäumen bedienen. Die stehen entlang des Radweges nach Falkenstein, hauptsächlich bei Lampertsneukirchen und bei Mantel. Aber auch an den Kreisstraßen bei Hemau, bei Dinau, bei Oberlaichling (Markt Schierling) sowie bei Hofdorf (Stadt Wörth an der Donau).“ Wer sich unsicher ist, kann gerne mit dem „Garten-Team“ am Landratsamt Kontakt aufnehmen und bekommt dort einen genauen Überblick über die frei zugänglichen Obstbäume. „Wir bitten nur, darauf zu achten, dass die Bäume beim Pflücken sorgsam behandelt werden“, so der Appell von Josef Sedlmeier. So könnten etwa durch abgebrochene Äste Pilze und Bakterien eindringen und Obstbäume schwer schädigen.

„In Privatgärten ist natürlich die Erlaubnis des Besitzers notwendig“, so der Hinweis des Kreisfachberaters. Wer seine Bäume der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen will, kann dies im Landratsamt melden, dort wird dann ein Verzeichnis angelegt und auf der Intranetseite öffentlich zugänglich gemacht. Auch in vielen Gemeinden ist es erlaubt, auf öffentlichem Grund Walnüsse, Äpfel und Co. für den Eigenbedarf mitzunehmen. Eine Übersicht bietet außerdem die interaktive Plattform mundraub.org., auf der man auch selbst Einträge machen kann.


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