17.09.2020, 15:26 Uhr

Obst- und Gartenbauvereine „Biologische Vielfalt in Dorf, Stadt und Landschaft“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Spiel mit den Sinnen.  Foto: Stephanie FleinerDie Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Spiel mit den Sinnen. Foto: Stephanie Fleiner

Unter Biologischer Vielfalt versteht man nicht nur die Vielzahl der Arten, sondern auch die genetischen Besonderheiten innerhalb der Arten oder unterschiedlichen Lebensräumen. Nur durch eine große Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen kann sich die Natur bei Störungen weitestgehend selbst helfen.

Landkreis Regensburg. Zudem sorgen unterschiedlichste Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen für sauberes Wasser, frische Luft oder einen fruchtbaren Boden. Je mehr unterschiedliche Lebensräume wir in unseren Gärten, Dörfern und in der Landschaft zulassen, desto größer ist die Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Durch den Arbeitsschwerpunkt des Bezirksverbandes Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege „Biologische Vielfalt in Dorf, Stadt und Landschaft“ bekommen die Kinder- und Jugendgruppenleiterinnen und -leiter der OGV in der Oberpfalz durch entsprechende Seminarangebote Anregungen und Tipps zur Gestaltung ihrer Gruppenstunden.

Beim Seminar am Samstag, 12. September, im Walderlebniszentrum in Sinzing stand die „Vielfalt in Hecke und Wald“ im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten diese durch praktische Aktionsideen kennen. Dabei ging es um Spiel, Spaß in der Gruppe, Herausforderungen sowie – ganz nebenbei – um Artenkenntnis und den sicheren Umgang mit den aktuellen „Wald-Gefahren“. Besonders wichtig war den beiden Referentinnen, Gaby Vetter-Löffert, Diplom-Geografin und Umweltpädagogin, sowie Kathrin Düser, Försterin, Waldpädagogin und Märchenerzählerin, die sinnliche Erfahrung der beiden Lebensräume. Beim Seminar mit vor Ort waren auch Christa Englhard vom Bezirksverband Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege sowie Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin des Kreisverbandes Regensburg für Gartenkultur und Landespflege.

Eine übermäßige Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie ein zu großer Flächenverbrauch durch Infrastrukturmaßnahmen drängen natürliche Lebensräume immer weiter zurück. Auch der vom Menschen verursachte Klimawandel trägt zu einer Bedrohung der Artenvielfalt bei. Die Roten Listen, also die Verzeichnisse der gefährdeten, verschollenen und ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten, Artengesellschaften und Biotoptypen, werden immer länger. Der Schwund der Artenvielfalt bedroht auch die Lebensgrundlage für uns Menschen. Ist die Artenvielfalt erst einmal verschwunden, kann sie nicht wiederhergestellt werden. Um diesem Schwund entgegenzuwirken, ist jeder einzelne verantwortlich, sein Verhalten zu hinterfragen und entsprechend anzupassen.


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