19.06.2020, 08:53 Uhr

Politik Landtagsabgeordneter Gotthardt begrüßt die Annahme der Petition zum Freizeitwehr in Pielmühle

Freuen sich über die Entscheidung des Landtags: Lappersdorfs Bürgermeister Christian Hauner, Zeitlarns Bürgermeisterin Andrea Dobsch und Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt.  Foto: SeitzFreuen sich über die Entscheidung des Landtags: Lappersdorfs Bürgermeister Christian Hauner, Zeitlarns Bürgermeisterin Andrea Dobsch und Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt. Foto: Seitz

Annahme mit „Überweisung an die Staatsregierung zur Würdigung“ – so lautete das einstimmige Votum des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag zur Petition gegen das Wasserkraftwerk am Freizeitwehr Pielmühle in Lappersdorf.

Lappersdorf. „Ein entscheidender Moment“, sagt Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt: „Der Fachausschuss hat sich nach reiflicher Abwägung für den Erhalt des Freizeitgeländes und der Biodiversität entschieden. Er hat dem Kraftwerk das Wasser abgegraben“. Vorausgegangen sei „nach über zwölf Jahren Debatte“ eine „intensive, gute und parteiübergreifende Zusammenarbeit: Wir haben viel telefoniert.“ Nach der Entscheidung steht Gotthardt jetzt im engen Austausch mit Umweltminister Glauber, um die weiteren Schritte zu besprechen.

Verfolgt hat der Abgeordnete die Entscheidung gemeinsam mit den beiden betroffenen Bürgermeistern Christian Hauner (Lappersdorf) und Andrea Dobsch (Zeitlarn) per Web-Stream vor Ort am Freizeitwehr. Und die Erleichterung war den Dreien anzusehen: „Dieser Showdown ist ein guter Tag für unsere Region – und trägt der speziellen Situation in Pielmühle Rechnung“. Der Punkt ist Gotthardt wichtig: „Das heutige Nein ist keine Absage an die Wasserkraft. Es wird dem Umstand gerecht, dass in Pielmühle am heutigen Regenlauf nie ein Mühlenstandort war. Das Wehr wurde zum Badebetrieb angelegt – und so wird es auch bleiben.“

Beeindruckt, so Gotthardt, habe letztlich auch die „Geschlossenheit der Betroffenen und Fachkräfte: Wir haben – von der Politik bis zur Fischerei – an einem Strang gezogen, haben immer sachlich und ruhig argumentiert. Das zahlt sich nun aus“. Der Dank, so Gotthardt, gelte dabei auch seiner Vorgängerin und jetzigen Landrätin Tanja Schweiger: „Sie hat das Thema über Jahre begleitet und sich für Lappersdorf eingesetzt – ich habe im Kampf gegen das Kraftwerk einen gut ausgetretenen Argumentationspfad übernommen.“ Wie die Staatsregierung mit dem Beschluss umgeht, das will Gotthardt nun in den nächsten Tagen direkt mit Umweltminister Glauber besprechen: „Wir sind in Kontakt – und ich bin sicher, wir finden eine Lösung.“


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