30.05.2020, 14:31 Uhr

Landratsamt informiert Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege gibt Gartentipps für den Monat Juni

Juni-Impressionen aus dem Kreislehrgarten Regenstauf. Foto: Stefanie Grünauer/LRAJuni-Impressionen aus dem Kreislehrgarten Regenstauf. Foto: Stefanie Grünauer/LRA

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebietes Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Derzeit ist es in vielen Fällen der Garten, der uns die Corona-bedingten Einschränkungen ertragen lässt und für frische Gedanken und körperlichen Ausgleich sorgt. Im Nutzgarten gilt es jetzt, laufend die entstehenden Lücken zu füllen.

Landkreis Regensburg. Es werden Kohlrabi, Brokkoli oder Sellerie gesetzt oder man kann Salat nachpflanzen. Auch Radieschen, Radi, Karotten und Buschbohnen können noch gesät, für den Herbst kann auch schon Rosenkohl und Grünkohl gepflanzt werden. Tomaten sollte man regelmäßig ausgeizen und erst wässern, wenn sie am Morgen schlappe Blätter zeigen. Anfällige Kulturen sollte man jetzt mit engmaschigen Kulturnetzen gegen Fraßschädlinge schützen. Brennnessel- und Schachtelhalmjauche kann im gesamten Garten als Dünger und Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden.

Kräuter haben jetzt Hochsaison. Mit zunehmender Sonnenintensität nehmen auch die ätherischen Öle in den Pflanzen zu. Einjährige Kräuter wie Kerbel, Kresse, Basilikum, Dill oder Borretsch können immer noch gesät werden. Gewürze wie Oregano, Katzenminze, Bergbohnenkraut, Bergminze und Salbei sind wahre Insektenmagnete. Ein wichtiger Stichtag ist der Johannitag am 24. Juni. Bis dahin werden Spargel und Rhabarber geerntet, danach sollten diese Pflanzen in die Ruhephase gehen.

Im Obstgarten haben jetzt Erdbeeren Saison. Um die Ernte zu erleichtern und Fäulnis an den Früchten zu verringern, ist es hilfreich, Strohmulch unter die Pflanzen zu bringen. Von Vorteil ist es, Erdbeeren etwas erhöht auf Bifing zu pflanzen, wie Kartoffeln. An Kernobstbäumen kann jetzt der sogenannte Juniriss erfolgen. Das heißt, dass alle überflüssigen, diesjährigen Langtriebe durch Reißen entfernt werden. Wer nicht geübt ist, sollte im Zweifel zur Schere greifen. Ein Sommerschnitt kann vor allem bei Obstbäumen, die sehr stark treiben und zu dichtem Wuchs neigen, durchaus sinnvoll sein. Bei Himbeeren und vor allem Brombeeren sollte man zu lange Ruten einkürzen, damit die Früchte gut ausreifen. Am Rebstock ist es wichtig darauf zu achten, dass die Pflanze nicht zu dicht wird. Im Frühjahr wurden die diesjährigen Triebe bereits bis auf einen ausgebrochen. Jetzt geht es an das Entspitzen, um zu langen Zuwachs einzudämmen und pro Fruchttrieb nur drei bis maximal fünf Blüten stehen zu lassen.

Im Ziergarten haben im Juni die Rosen ihren großen Auftritt. Abgeblühtes sollte jetzt regelmäßig entfernt werden, dann setzen die öfter blühenden Rosen bis zum Frost immer wieder neue Blüten an. Im Juni kann auch nochmals eine Düngung erfolgen. Einmalblühende Strauchrosen können nach dem Verblühen ausgelichtet und verjüngt werden. Dazu entfernt man einzelne ältere Triebe an der Basis. Der Strauch wird so lockerer und kann wieder junge Triebe nachbilden. Kübelpflanzen und Balkonkästen starten jetzt erst richtig durch. Dabei gilt es, auf regelmäßige Nährstoff- und Wasserversorgung zu achten.

Je früher ein Blattlausbefall an Pflanzen festgestellt wird, desto besser ist er in den Griff zu bekommen. Die Läuse sitzen meist an den jungen Triebspitzen und können mit den Fingern abgestreift werden. Im naturnahen Garten kann man gut beobachten, dass sich Nützlinge wie Marienkäfer schnell einstellen und es so zu einer natürlichen Regulierung kommt. Gegen den Buchsbaumzünsler hilft am besten der Einsatz von Bacillus thuringiensis. Dieses Bakterium wird bei Zünslerbefall auf und in den Buchs gespritzt bis alle Pflanzenteile gut benetzt sind.

Bei der Rasenpflege ist zu beachten, dass nicht tiefer als fünf Zentimeter gemäht werden sollte, am besten an eher bedeckten Tagen. Vor allem Zierrasen leidet unter hohen Temperaturen und wenig Niederschlägen und neigt im Sommer zum Verbräunen. Um Verdunstung zu vermeiden gilt es, den Boden möglichst ganzjährig bedeckt zu halten. Das können Pflanzen sein oder eine Mulchauflage aus Rasenschnitt oder feinem Häckselgut. Auch das Hacken der Fläche unterbricht die Verdunstung und verringert dadurch den Gießaufwand. Für weitere Auskünfte steht das „Garten-Team“ im Landratsamt unter der Telefonnummer 0941/ 4009-361, -362 oder -619 gerne zur Verfügung.


0 Kommentare