04.11.2019, 13:55 Uhr

Deutscher Alpenverein Hoch über Neustift im Stubaital – Anbau der Neuen Regensburger Hütte eingeweiht


Im Juli dieses Jahres konnte die Sektion Regensburg des Deutschen Alpenvereins (DAV) das Mammutprojekt „An- und Umbau Neue Regensburger Hütte“ abschließen. Nun folgte Ende September mit einem Festakt die offizielle Eröffnung und Einweihung. Herrliches Bergwetter war den Gästen beschert.

REGENSBURG Die Wanderer auf dem Stubaier Höhenweg im Sommer dieses Jahres wissen es bereits: Neben der denkmalgeschützten Hütte der DAV-Sektion Regensburg thront nun ein hölzerner Anbau. Seit Mitte Juli kann in diesem modernen Ersatzbau für die alte Bauhütte übernachtet werden – mit wunderschönen Ausblicken ins Hohe Moos und auf die Ochsenalm.

Tradition trifft auf Moderne: Entworfen wurde die sehr gelungene Neugestaltung der Neuen Regensburger Hütte von Architekt Rainer Köberl. Der schlanke Holzbau ist mit dem Haupthaus verbunden und beherbergt insgesamt 48 Schlafplätze in Zwei- und Vierbettzimmern. Insgesamt ist die Zahl der Schlafplätze mit 101 gleich geblieben. An die Stelle der alten Bauhütte aus den 1930er-Jahren rückte die Bergstation der Materialseilbahn, die aufgerüstet wurde und nun eingeschränkten Personenverkehr erlaubt. Außerdem beherbergt der neue Anbau auch einen mit Beamer und Leinwand ausgestatteten Multifunktionsraum sowie die Personalräume. Der Winterraum, der auch im Sommer als reguläres Matratzenlager genutzt wird, befindet sich nun im Neubau neben der Bergstation der Materialseilbahn und ist mit Ofen und kleiner Küche für Selbstversorger ausgestattet. Im Altbau wurde mit Bedacht modernisiert. Der urige Charakter der alten Stube und der Zimmer sollte auf keinen Fall verändert werden. Aus der ehemaligen Küche wurde eine zirbenholzgetäfelte, gemütliche Stube. Im Keller der Hütte wurde zudem der Trocken- und Schuhraum vergrößert.

Rund 90 Gäste bei der Einweihung

Am Sonntag, 22. September, wurde der Anbau nun offiziell eröffnet und eingeweiht. Geladen waren neben der Vorstandschaft unter anderem auch die Hüttenreferenten der Sektion Regensburg, Vertreter von Nachbarhütten und befreundeten Sektionen sowie alle an der Planung, an der Finanzierung und am Bau beteiligten Firmen und Behörden. Los ging es um 11 Uhr mit einer ökumenischen Bergmesse, die der Regensburger evangelische Pfarrer Martin Schulte zusammen mit dem katholischen Stubaier Diakon Michael Brugger eindrucksvoll gestaltete. Es folgten Festreden vom Vorstand der DAV-Sektion Regensburg Reinhard Neft, Regensburgs Bürgermeister Jürgen Huber, von Vizepräsident Roland Stierle des DAV-Bundesverbandes und dem Neustifter Bürgermeister Peter Schönherr, der sich besonders freute, dass das langwierige Großprojekt nun zu so einem gelungenen Abschluss gebracht wurde. Ein besonderes „Geschenk“ gab es für den Projektverantwortlichen Franz Schon aus Regensburg: Der Vorstand bedankte sich für sein unschätzbares ehrenamtliches Engagement für das höchste Haus der Regensburger. Und nagelte das Schild „Franz-Schon-Stube“ über den Multifunktionsraum mit dem herrlichen Ausblick auf die Ochsenalm. Roland Volderauer vom Tourismusverband Stubai überreichte ein dreiteiliges Gemälde der neuen Hütte mit umliegenden Gipfeln an die DAV-Sektion Regensburg. Ganz besonderer Dank gilt auch der Hüttenwirtsfamilie Ofer aus Neustift: Martina und Herbert Ofer haben nicht nur die Einweihungsfeier liebevoll mitgestaltet und die Gäste hervorragend bewirtet, sondern vor allem auch in den Bausaisons 2018 und 2019 tatkräftig mit angepackt.

Weitere Informationen findet man im Internet unter www.alpenverein-regensburg.de und unter http://blog.regensburgerhuette.at.


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