16.08.2019, 11:39 Uhr

Umweltprojekt Lappersdorfer Mittelschüler befassten sich mit dem Lebensraum von Insekten

(Foto: Sabine Schieder)(Foto: Sabine Schieder)

Wie ist eine Kooperation zwischen einer Schulklasse der Mittelschule Lappersdorf und dem Bund Naturschutz möglich? Ganz problemlos: Bereits im vergangenen Schuljahr hatten sich die Jungen und Mädchen schon einmal mit dem Vorsitzenden des Bund Naturschutz, Dr. Hans Ludwig Althaus, sowie Hans Fehrmann und weiteren Mitgliedern zu einer gemeinsamen Aktion getroffen.

LAPPERSDORF Damals stand die Errichtung eines Insektenhotels auf dem Programm. Dieses Jahr nun fand die vom Bund Naturschutz organisierte Aktion unter dem Motto „Lebensraum von Insekten“ statt. Start war an einem sonnigen Tag im Oppersdorfer Weinberg beim Insektenhotel, um dieses auf dessen Nutzung hin zu inspizieren. Die Schülerinnen und Schüler konnten feststellen, dass ihre letztjährige Arbeit nicht umsonst war und diverse Insekten bereits „Appartements“ oder „Luxussuiten mit hervorragendem Ausblick“ bezogen hatten.

Nach der Überprüfung und der Bestimmung umliegender Pflanzenarten ging es weiter zur nächsten Station: der Blühwiese beim Benhof. Dort erwartete die Jugendlichen bereits die Markträtin Christa Wundererr, die sowohl den Grundgedanken und die Umsetzung der Blühwiese als auch deren Notwendigkeit in der Gemeinde Lappersdorf erläuterte. Als Pilotprojekt zum Artenschutz der Insekten war der Landwirt Habenschaden bereit, einen Teil seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Ansaat diverser Blühpflanzen abzutreten und die Pflege der Blühwiese zu übernehmen. Wunderer wies die Mädchen und Jungen neben den vielen Vorteilen einer Blühwiese auch darauf hin, dass jeder in seinem Garten einen Beitrag zur Rettung der Insekten leisten könne. Eine weitere Blühwiese im Gemeindegebiet sei für die Zukunft angedacht.

Als letzte Station schloss sich noch das Biotop „Aschacher Graben“ an. Dieses wurde vom Bund Naturschutz angelegt und wird von diesem regelmäßig gepflegt. Dr. Althaus erklärte, dass beispielsweise die dort befestigten Riegel der Vernässung der Wiesen bzw. dem Hochwasserschutz dienen. Diese Tatsache war für die Sechstklässler an jenem heißen Besuchstag nur schwer vorstellbar. Dennoch bestaunten alle Mädchen und Jungen das deutlich erkennbare Bachbett, den holzigen Bewuchs im Umfeld und den Lebensraum vielerlei Tiere, den das Biotop dort bot.

Am Ende eines äußerst informativen Vormittags war allen Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Lappersdorf klar, dass der Schutz der Insekten bzw. der Umwelt und der Natur ganz allgemein jeden etwas angeht und jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann. Dank des Einsatzes der Mitglieder der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Lappersdorf wird es bestimmt bald wieder ein neues gemeinsames Projekt mit einer Schulklasse geben.


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