18.05.2018, 14:26 Uhr

Umweltschutz Tobias Gotthardt besucht Altenthanner Lehrbienenstand – „Imkerei und Landwirtschaft als Partner sehen“

„Der Schutz der Bienen hat oberste Priorität“ - beim Besuch des Altenthanner Lehrbienenstandes bekannten sich Landtagskandidat Tobias Gotthardt und Bürgermeister Harald Herrmann bei Imkervorstand Josef Kainz (mitte) als wahre Bienenfreunde. (Foto: Freie Wähler)„Der Schutz der Bienen hat oberste Priorität“ - beim Besuch des Altenthanner Lehrbienenstandes bekannten sich Landtagskandidat Tobias Gotthardt und Bürgermeister Harald Herrmann bei Imkervorstand Josef Kainz (mitte) als wahre Bienenfreunde. (Foto: Freie Wähler)

„Der Schutz der Bienen und der Artenvielfalt hat für uns oberste Priorität“ – mit dieser klaren Aussage hat Tobias Gotthardt, Landtagskandidat der Freien Wähler, den Lehrbienenstand des Imkervereins Altenthann besucht.

ALTENTHANN Gemeinsam mit Bürgermeister Harald Herrmann informierte er sich bei Vorsitzendem Josef Kainz über die Arbeit der Imker und die Situation der Bienen im Landkreis. Gotthardt, der sich auch beruflich über das Europaparlament viel mit der Imkerei beschäftigt, betonte den „unverzichtbaren Wert der Imker, deren Arbeit es auch politisch weit mehr als bisher zu unterstützen gilt.“ Den vom Landkreis Regensburg unterstützten Lehrbienenpfad bezeichnete er als „wichtiges Schaufenster für konkreten Umweltschutz“.

An Themen jedenfalls mangelte es beim Besuch Gotthardts nicht: Varroamilbe und Bienenpest, Glyphosat und Neonikotinoide – im Gespräch mit Kainz bewies Gotthardt Fachwissen und positionierte sich klar auf Seiten der Imker: „Die Entwicklung des allgemeinen Insektensterbens wird durch die Situation bei Bienenvölkern und Wildbienen leider nochmal getoppt – es ist fünf vor zwölf, die Alarmglocken schrillen“, so der Kandidat. Entsprechend konsequent gelte es zu handeln – in enger Kooperation mit den Imkern: „Sie kennen die Situation besser als alle anderen – auf Ihren Rat müssen wir uns verlassen.“

Dabei sieht Gotthardt Imker und Landwirtschaft als Partner: „Ich halte nichts von einem künstlich aufgebauschten Gegeneinander – die Lösung liegt im Miteinander.“ Mit den erzielten Verboten von Glyphosat und Neonikotinoiden auf europäischer Ebene seien zwei wichtige Schritte getan.“ Vor Ort müsse es darum gehen, Blühflächen zu erhalten und bewusst neu zu schaffen: „Blühende Parks und Streuobstwiesen, Eh-da-Flächen und Blühstreifen – das Potential für bienenfreundliche Akzente ist groß.“ Lob gab es dabei von Kainz für Bürgermeister Herrmann: „Altenthann ist bienenfreundlich – hier blüht es und das ist gut so.“ Auch der Landkreis fördere die Imkerei vorbildhaft: „Wir ziehen an einem Strang.“

Mit dem Lehrbienenstand beweise der Imkerverein Altenthann zudem seine „gesellschaftliche Verantwortung: Sie bringen gerade jungen Menschen Ihre Arbeit und die Bedeutung der Insekten näher, geben dem Einsatz für Artenvielfalt ein Gesicht- und all das ehrenamtlich.“ Das, so Hermann, sei „nicht selbstverständlich und verdient vollste Anerkennung.“

Zum Weltbienentag am 20. Mai fordert Gotthardt weitere politische Akzente: „Es geht in die richtige Richtung – aber von einer Trendwende sind wir noch weit entfernt: Das Bienensterben ist noch lange nicht gestoppt“, so die Warnung des Landtagskandidaten. Auch in Bayern könne die Politik die Arbeit der Imker noch viel mehr als „unverzichtbare Landwirtschaft“ sehen und fördern: „Die Biene ist nach Rind und Schwein in Zahlen das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier in Europa. Und ihre Bedeutung für die Artenvielfalt macht sie zweifellos zum Listenführer.“

Das Land müsse die Imkerei selbst noch stärker unterstützen und in der Landwirtschaft „blühende Anreize setzen: Durchwachsene Silphie und geförderte Blühflächen statt trister Flächenstilllegung“, so zwei seiner Forderungen. Und gerade wo die „urbane Imkerei“ einen neuen Boom erlebe, steige die Bedeutung der Imkerverbände. Ihre Angebote der Schulung, Ausbildung und Vernetzung seien wichtig für eine positive Entwicklung: „Das gilt es zu honorieren.“


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