12.12.2017, 13:06 Uhr

Mittel umgeschichtet Die Förderung zum Heizungstausch läuft aus

Foto: auremar/123rf.com (Foto: auremar/123rf.com)Foto: auremar/123rf.com (Foto: auremar/123rf.com)

Das im Jahre 2015 von der Bayerischen Staatsregierung aufgelegte 10.000-Häuser-Programm mit dem „EnergieBonusBayern“ läuft inzwischen im vorletzten Jahr und soll im September 2018 eingestellt werden.

LANDKREIS CHAM Das Programm ergänzt bereits vorhandene Förderprogramme für energieeffizientes Bauen und Sanieren des Bundes über BAFA und KfW und ist mit diesen kombinierbar. Enthalten ist auch der Programmteil „Heizungstausch Plus“.

Mit diesem Programm sollen unter anderem Eigentümer von Wohngebäuden mit max. zwei Wohneinheiten motiviert werden, ihre veralteten jedoch noch funktionsfähigen Heizkessel stillzulegen. Ziel sind moderne, innovative und umweltschonende Heizanlagen bzw. Wärmeversorgungssysteme. Einen Zuschuss vom Freistaat können sich Hausbesitzer derzeit noch sichern, wenn ihre Heizanlage bzw. das Vorhaben unter anderem folgende Anforderungen erfüllt: Alter der Bestandsanlage 25 bis unter 30 Jahre (bei Antrag 2017: Baujahr 1988 bis 1992) und noch funktionstüchtig. Der „HeizanlagenBonus“ beträgt 500 Euro bei Öl- oder Gas-Brennwertkesseln oder 1.000 Euro bei Biomassekesseln und Wärmepumpen. Bei der Kombination der neuen Heizung mit einer Solarthermieanlage für die Warmwasser¬bereitung können zusätzliche Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden.

Nach dem aktuellen Stand und den gültigen Richtlinien wird diese Förderung im Rahmen des 10.000-Häuser-Programmes, der „Heizungstausch Plus“ in 2018 wegfallen. Gebäudeeigentümer, die Ihre Heizungen in nächster Zeit sanieren wollen, können, falls die beschriebenen Voraussetzungen vorliegen, noch dieses Jahr einen Förderantrag stellen. Es bleiben dann noch 9 Monate Zeit, diese Maßnahmen umzusetzen. Der Erstantrag kann über www.EnergieBonusBayern.de gestellt werden. Fördermittel der KfW für Öl- und Gas-Brennwertkessel sowie von der BAFA für Biomassekessel, Solarthermieanlagen und Wärmepumpen stehen nach aktuellem Stand auch in 2018 weiterhin zur Verfügung und sind davon unberührt. Ab dem kommenden Jahr müssen übrigens auch Anträge beim BAFA vor Vertragsabschluss mit dem Installateur gestellt werden.

Entsprechende detaillierte Informationen zu Fördermöglichkeiten und erneuerbaren Energien bietet das Zukunftsbüro der Kreiswerke Cham unter den Telefonnummern 09971/ 78-568 oder 09971/ 78-573.


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