21.11.2019, 10:56 Uhr

Kooperation Erster Waldpakt im Landkreis Rottal-Inn

V. li.: WBV-Vorsitzender Georg Riedl und Forstdirektor Gerhard Huber. (Foto: Veronika Kopfinger (AELF))V. li.: WBV-Vorsitzender Georg Riedl und Forstdirektor Gerhard Huber. (Foto: Veronika Kopfinger (AELF))

Der erste Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung Pfarrkirchen-Simbach Georg Riedl und Forstdirektor Gerhard Huber vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten haben am 18.November 2019 die erste gemeinsame Kooperationsvereinbarung im Landkreis Rottal-Inn unterzeichnet.

PFARRKIRCHEN Hintergrund ist der Waldpakt im Jahr 2018, in dem die Verbände zusammen mit der Bayerischen Staatsregierung die Zukunft des Waldes in Bayern skizziert und deutlich gemacht haben, dass die Zusammenarbeit noch deutlich verbessert werden soll. Wie die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber bei der Unterzeichnung des Waldpaktes unterstrich, ist ihr eine enge Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“ mit dem „deutschlandweit einzigartigen Netz forstlicher Selbsthilfeeinrichtungen“ in Bayern dabei besonders wichtig.

Mit der Unterzeichnung des ersten Kooperationsvertrages werden die Forderungen nun auf regionaler Ebene in die Praxis umgesetzt und wichtige Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit im Landkreis gestellt. „Die aktuelle Borkenkäfersituation zeigt, dass die enormen Herausforderungen nur durch ein gemeinsames Handeln und ein abgestimmtes Vorgehen bewältigt werden können“, so WBV-Vorsitzender Riedl. „Dazu ist es notwendig, dass wir in allen Fragen zu Wald und Forstwirtschaft als erste Ansprechpartner von den Waldbesitzern wahrgenommen werden“.

Forstdirektor Huber hob bei der Unterzeichnung hervor, dass die Waldbesitzervereinigungen unverzichtbare Säulen des ländlichen Raumes sind. In Zukunft wird es aber verstärkt darum gehen, die Herausforderungen einer zukunftsfähigen Waldentwicklung und Waldbewirtschaftung im Klimawandel gemeinsam noch schneller voranzutreiben und die Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen dabei bestmöglich zu unterstützen. In diesem Zusammenhang unterstrich Riedl, sich besonders für eine verstärkte Förderung der Wiederaufforstung einzusetzen, denn hier bestehe dringender Handlungsbedarf. Gespräche hierzu mit MdL Martin Wagle und dem Staatsministerium sollen noch in diesem Jahr stattfinden.

Weitere Arbeitsschwerpunkte sind der rasche Waldumbau, die bessere Fortbildung der Waldbesitzer und die Förderung des Mischwaldgedankens bei den Waldbesitzern. Angesichts des spürbaren Klimawandels betonten beide, dass mit dem Erhalt des Waldes im Landkreis ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.


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