28.01.2019, 11:42 Uhr

Trügerische Sicherheit Eisbruchwarnung der Wasserwacht

Wasserwacht-Vorsitzender Hans Nothaft warnt vor dem Betreten der Eisflächen. (Foto: Kolb)Wasserwacht-Vorsitzender Hans Nothaft warnt vor dem Betreten der Eisflächen. (Foto: Kolb)

„Aufgrund der wechselnden, nachts unter den Gefrierpunkt sinkenden und tagsüber wieder steigenden Temperaturen stellen die Eisflächen auf Seen und Teichen trotz dieses Nachtfrostes nun eine enorme Gefahr dar“, darauf macht der Vorsitzende der Kreiswasserwacht, Hans Nothaft, in einer aktuellen „Eiswarnung“ aufmerksam.

ROTTAL-INN „Ruhende Gewässer können zwar durch die nächtlichen Minustemperaturen zugefroren bleiben, aber das Tauwetter tagsüber lässt die Dicke einer Eisdecke schnell abnehmen“, erklärt Nothaft. Die Zuflüsse an den größeren Flüssen, wie z.B. an der Rott, könnten durch ein fortschreitendes Tauwetter außerdem immer mehr Wasser erhalten, so dass der Wasserstand dadurch immer weiter an steigen würde – die Instabilität von Eisflächen und die Einbruchgefahr erhöhe sich damit weiter. Deshalb warnt Nothaft eindringlich. „Keinem trügerischen Bild trauen und Eisflächen nicht mehr betreten.“

Auch die Wasserwacht-Bayern warnt daher eindringlich vor dem Betreten von nicht tragenden Eisflächen! Die ehrenamtlichen Wasserretter und die Schnelleinsatzgruppen der Wasserwacht-Bayern sind rund um die Uhr für Notfälle auf dem Wasser und die Eisrettung mit Wasserrettern und Einsatztauchern einsatzbereit. Die beste Rettung ist aber die, die gar nicht erst benötigt wird, daher raten wir zur Vorsicht! Das Eis trägt in vielen Fällen nicht! Nicht aufs Eis gehen! Im Notfall Hilfe unter der Nummer 112 anrufen!

Die Wasserwacht-Bayern rät dringend folgende Regeln für den Ernstfall zu beachten:

- Laut um Hilfe rufen.

- In jedem Fall vermeiden, dass man unter das Eis gerät.

- So wenig wie möglich bewegen, um möglichst wenig Körpertemperatur zu verlieren.

- Sofort Hilfe holen über die Notrufnummern 112.

- Die eingebrochene Person beruhigen.

- Nur mit Hilfe von Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern (teilweise an Seen am Uferbereich vorhanden), Ästen, Abschleppseil oder ähnliche Gegenstände die zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern.

- Nur ans eisige Wasser gehen, wenn sie selbst über eine dritte Person mit einem Seil gesichert sind.

- Den Verunfallten an Land bringen, in der stabilen Seitenlage lagern und vor Kälte schützen, bis der herbeigerufene Rettungsdienst eintrifft.

Eisflächen auf natürlichen Gewässern sollten besser gemieden werden, zum Schlittschuhlaufen stehen vielerorts Eislaufbahnen zur Verfügung. Wer dennoch Wintersport auf dem Eis treiben möchte, sollte grundsätzlich nur an bewachten Gewässern und nie allein auf das Eis gehen sowie auf die Warnungen der örtlichen Behörden, der lokalen Medien und Hinweis- und Verbotsschilder vor Ort achten.


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