21.06.2018, 13:42 Uhr

Im BN-Jahr der Insekten Ausstellung „Tatort Garten“ im Heimatmuseum

Das Organisationsteam der Ausstellung im Heimatmuseum. (Foto: Hascher)Das Organisationsteam der Ausstellung im Heimatmuseum. (Foto: Hascher)

Als Ergänzung zu dem heuer von der BUND-Naturschutz-Kreisgruppe ausgerufenen „Jahr der Insekten“ wird vom 28. Juni bis 29. Juli im Simbacher Heimatmuseum die Foto-Ausstellung „Tatort Garten - Ödnis oder Oase“ gezeigt. Sie wurde von der BN-Kreisgruppe Landshut konzipiert und soll den Blick des Betrachters schärfen für das, was in neuerer Zeit in vielen Gärten zum Schaden der Artenvielfalt und damit ganz besonders zum Schaden vieler Insekten getan wird.

SIMBACH AM INN „Denn gerade die Insekten sind auf möglichst natürliche und mit viel Blütenvielfalt ausgestattete Lebens-Umgebungen angewiesen“, so Marianne Watzenberger, die als Vorsitzende der Simbacher BUND-Naturschutz-Ortsgruppe in Zusammenarbeit mit dem Verein für Gartenbau und Landespflege, dem Bienenzuchtverein Simbach und der Stadt Simbach diese Ausstellung in das Heimatmuseum in Simbach bringt.

Die Absicht, die dieser Ausstellung zu Grunde liegt, ergänzt Franz Brehm, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbau-Vereins Simbach anlässlich einer von den Initiatoren durchgeführten Vorbesprechung im Heimatmuseum: „Wir beobachten immer öfter Kiesflächen und eintönigen Rasen, dieser meist täglich vom Roboter gemäht. Hier kann sich weder eine Blumen-Vielfalt noch eine Kleintier-Welt halten. Das sind wertlose Flächen.“ Dem stimmen nicht nur Martin Zellhuber, der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins, sondern auch Franziska Rettenbacher als Museumsleiterin sowie der Museums-Förderverein-Vorsitzende und Altbürgermeister Richard Findl sowie Brigitte Schwarzbauer von der Stadtverwaltung zu.

Auch sie sind der Meinung, dass diese Ausstellung einen Beitrag dafür leisten kann, die Menschen darüber zu informieren, wie heutzutage ein für den Naturhaushalt wertvoller Garten aussehen kann. Und Franziska Rettenbacher ergänzt: „Nicht zuletzt ist doch ein schöner, bunter, vielfältiger und von zahlreichen Schmetterlingen, Hummeln oder Bienen bevölkerter Garten eine Wohltat für das Auge und damit eine Erholung für den Menschen“.

In der Ausstellung, deren Schirmherrschaft Bürgermeister Klaus Schmid übernommen hat, werden Fotos zu sehen sein, die Negativbeispiele mit tristem Kies, leblosen Vorplätzen und blütenlosem Einheitsgrün zeigen, aber auch Bilder, auf denen zu sehen ist, wie die Natur sich im kleinsten Winkel entfaltet, wenn man sie nur lässt. So könnten Gärten auch wieder artenreiche Biotope werden, Erholungsräume für Menschen und Lebensräume für die so wichtigen Kleinlebewesen und Insekten.

Die Eröffnung findet am Do., 28. Juni, um 19 Uhr im Heimatmuseum statt, ein Vortrag des bekannten Biologen Johannes Selmansberger mit dem Thema „Mein Garten, ein Bienenparadies“ folgt am Mittwoch, 11. Juli, um 19:30 Uhr ebenfalls im Heimatmuseum. Am 3. Juli ist um 14:30 Uhr eine Museumsführung für Senioren. Für den 7. und den 21. Juli (jeweils Samstag, jeweils ab 17 Uhr) ist eine Besichtigung der Staudengärtnerei Klose-Dichtl, Triftern-Hochholz, vorgesehen (Anmeldung direkt dort).

Am Samstag, 28. Juli, erfolgt um 14 Uhr im Rahmen des Sommerprogramms der Stadt Simbach eine fachkundige Führung durch das Museum und anschließend ein „Gartenerlebnis“ bei Sieglinde Eder in Reut; Anmeldung bei der Stadtverwaltung, Brigitte Schwarzbauer. Geöffnet ist die Ausstellung in der Zeit vom 28. Juni bis 29. Juli jeweils dienstags von 15 bis 17 Uhr, freitags von 18 bis 20 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr im Heimatmuseum, Innstr. 21, geöffnet.


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