14.06.2018, 17:21 Uhr

Endlich Ausgebüxte Kamerunschafe sind lebend eingefangen!

Die entlaufenen Kamerunschafe konnten lebend eingefangen werden. (Foto: Pressefoto Geiring)Die entlaufenen Kamerunschafe konnten lebend eingefangen werden. (Foto: Pressefoto Geiring)

Wie das Wochenblatt in seiner Printausgabe berichtete, liefen drei Kamerunschafe frei im Gebiet um Diepoltskirchen herum. Inzwischen konnten sie per Betäubungsgewehr immobilisiert und eingefangen werden. Sie sind nun an einem sicheren Platz untergebracht.

FALKENBERG Die angebrachten Warnschilder in dem Bereich, wo sich die drei Schafe aufhielten, sind inzwischen abmontiert. Für Verkehrsteilnehmer besteht keine Gefahr mehr. Franz Schilcher ist es zu verdanken, dass die drei Schafe lebend eingefangen werden konnten. Tierliebhaberin Christine Aigner hatte ihn aktiviert. Aigner und Schilcher hatten schon im letzten Jahr die Aktion mit drei Kamerunschafen bei Pfarrkirchen zu einem guten Ende geführt (wir berichteten).

Im Fall der Kamerunschafe bei Falkenberg war ein Betäubungsversuch vor einem Jahr noch gescheitert, seither waren die Schafe laut Gemeinde nicht mehr zu lokalisieren gewesen. Eine Abschussgenehmigung wurde kürzlich eingeholt, Ziel sei es aber immer gewesen, die Tiere lebend einzufangen, betonte Geschäftsleiter Franz Bauer gegenüber dem Wochenblatt.

Dass dies nicht so einfach ist, weiß auch Franz Schilcher: „Man muss auf etwa 20 Meter an die Tiere heran, um den Schuss auch genau setzen zu können“, so Schilcher. Er fährt mit seinem Wagen nah genug heran, damit die Tiere das Gewehr ja nicht sehen können. „Es war dann eigentlich gar nicht so schwierig wie ich dachte“, sagt Schilcher. Allerdings war das Jungtier ausgekommen und konnte erst am nächsten Tag betäubt werden. „Frau Aigner wartete die ganze Nacht mit dem Mutterschaf auf dem Hänger, um das Junge anzulocken. Am Morgen kam es dann und wir konnten es betäuben“, schildert Schilcher die geglückte Aktion.

Ende gut alles gut also? Nicht ganz: Christine Aigner bemängelt, dass es über ein Jahr gedauert habe, die Schafe einzufangen. Und es müsse künftig dafür gesorgt werden, dass genügend qualifizierte Betäuber im Landkreis zur Verfügung stehen, um entlaufene Tiere nicht unnötig abschießen zu müssen.


0 Kommentare