14.06.2018, 17:21 Uhr

Endlich Ausgebüxte Kamerunschafe sind lebend eingefangen!

Die entlaufenen Kamerunschafe konnten lebend eingefangen werden. (Foto: Pressefoto: Geiring)Die entlaufenen Kamerunschafe konnten lebend eingefangen werden. (Foto: Pressefoto: Geiring)

Wie das Wochenblatt in seiner Printausgabe berichtete, liefen drei Kamerunschafe frei im Gebiet um Diepoltskirchen herum. Inzwischen konnten sie per Betäubungsgewehr immobilisiert und eingefangen werden. Sie sind nun an einem sicheren Platz untergebracht.

FALKENBERG Im Mai letzten Jahres hatten drei ausgebüxte Kamerunschafe, die zwischen Walburgskirchen und Altersham gesichtet wurden, für reichlich Wirbel gesorgt. Tierschützer gingen auf die Barrikaden, als sie erfuhren, dass die Tiere vom Landratsamt zum Abschuss frei gegeben wurden. Es wurde zum Wettlauf gegen die Zeit, am Ende ging es für alle Beteiligten gut aus. Seit fast einem Jahr waren nun erneut zwei Kamerunschafe freilaufend unterwegs, diesmal im Bereich Unterrohrbach-Diepoltskirchen.

Über den Winter hinweg bekam das Paar sogar noch Nachwuchs, so war es also wieder ein Trio. Dieses birgt vor allem für den Straßenverkehr ein nicht einzuschätzendes Risiko, weshalb das Landratsamt erneut eine Abschussgenehmigung erteilt hat. Und um die Gefahr für Auto- und Motorradfahrer im Gebiet, wo die drei Schafe gesichtet wurden, zu minimieren, hat die Polizei Warnschilder auf Wildwechsel aufgestellt und das Tempolimit in diesem Bereich auf 50 km/h reduziert, wie Eggenfeldens Polizeichef Armin Zehentbauer dem Wochenblatt bestätigte.

Die Gemeinde Falkenberg habe zudem einen Jäger auf die drei Kamerunschafe angesetzt, der mittels Betäubungsgewehr das Trio immobilisieren sollte, was aber misslang, wie Geschäftsleiter Franz Bauer dem Wochenblatt letzte Woche berichtete.

Inzwischen sind die Tiere eingefangen und sicher untergebracht. Der geglückte zweite Versuch ist Franz Schilcher zu verdanken, den Tierschützerin Christine Aigner aktiviert hatte. Aigner und Schilcher hatten schon im letzten Jahr die Aktion bei Pfarrkirchen zu einem guten Ende geführt.

Es gibt aber auch Kritik: Laut Aigner sei es künftig wichtig, dass dafür gesorgt ist, dass genügend qualifizierte Betäuber im Landkreis zur Verfügung stehen, um entlaufene Tiere nicht unnötig abschießen zu müssen.

Mehr dazu erfahren Sie in unserer nächsten Print-Ausgabe


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