09.08.2019, 13:06 Uhr

„Pflanzenhilfsmittel“ gegen Engerling-Plage MdL Dr. Waschler will Maikäfern zu Leibe rücken

(Foto: Patrick Zens)(Foto: Patrick Zens)

Vorbild Österreich: Passaus CSU-Abgeordneter verlangt Prüfung neuer Bekämpfungsmöglichkeiten.

PASSAU. Als Reaktion auf die seit einigen Wochen grassierende Plage von Maikäfer- Engerlingen insbesondere im nördlichen Landkreis Passau sowie Freyung-Grafenau und Deggendorf hat sich Prof. Dr. Gerhard Waschler mit einer Anfrage hinsichtlich möglicher Bekämpfungsmittel an das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gewandt. Bisher besteht das Problem darin, dass Maikäfer-Engerlinge hektarweise Dauergrünflächen kahl fressen, ein in Deutschland zugelassenes Bekämpfungsmittel jedoch nicht existiert. „Oberstes Ziel muss es sein, unseren Landwirten schnellst möglich effektive Mittel an die Hand zu geben, ihre Felder von der Engerling-Plage bereinigen und so ihre finanziellen Schäden wenigstens einigermaßen im Rahmen halten zu können. Dabei zählt jeder Tag“, so der Abgeordnete.

Als Antwort auf seine Anfrage verwies das zuständige Staatsministerium darauf, dass bisher in Deutschland zwar noch immer keine Bekämpfungsmittel zugelassen seien. Die derzeitige Problematik und die Anfrage Waschlers werde aber zum Anlass genommen, die zügige Zulassung geeigneter Mittel voranzutreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei die beiden Mittel „Artis Pro“, das in Österreich vor kurzem als Pflanzenhilfsmittel eingestuft wurde, sowie „Melocont-Pilzgerste“, für welche in Österreich zur Bekämpfung der Engerlinge in verschiedenen Kulturen in einigen Bundesländern bereits eine zeitlich befristete Zulassung erteilt wurde. Die Zuständigkeit zur Zulassung von „Melocont-Pilzgerste“ liege in Deutschland dabei allerdings beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit; hier könnte eine Zulassung für Notfallsituationen auch von Verbänden beantragt werden.

Nach MdL Waschler sei es nun besonders wichtig, bei den zuständigen Behörden auf eine rasche Zulassung zu drängen. Hierfür werde er sehr gerne aktiv sein.


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