23.01.2019, 12:18 Uhr

Demo Wir haben es satt

(Foto: Nemanja Otic/123rf.com)(Foto: Nemanja Otic/123rf.com)

Es wird für eine nachhaltige Landwirtschaft demonstriert.

PASSAU Nach der erfolgreichen Demonstration mit knapp 2000 Teilnehmern im vergangenen Jahr in Passau wird auch heuer wieder am Samstag, 26. Januar, ab 11 Uhr unter dem Motto „Wir haben es satt – auch in Niederbayern“ für eine nachhaltige Landwirtschaft demonstriert.

„Wir brauchen die Agrarwende auch in Niederbayern – weg von der Agrarindustrie, hin zum Erhalt und zum Ausbau einer nachhaltigen Landwirtschaft und der bäuerlichen Familienbetriebe, die auch Rücksicht auf Böden, Bäche, Grundwasser und Artenvielfalt nehmen“, erklärt Georg Kestel, Vorsitzender des Bund Naturschutz Deggendorf. Der BN ruft zusammen mit einem Aktionsbündnis aus Grünen, ÖDP, Biokreis, Greenpeace Passau, Jusos Passau, Slow Food Niederbayern, Bürgerforum Vilshofen und dem Arbeitskreis Landwirtschaft der KLB in der Diözese Passau zur Teilnahme an der Demo auf.

Die Demo beginnt am um 11 Uhr im Klostergarten (an der „Neuen Mitte“), von dort führt der Demonstrationszug durch die Passauer Altstadt und endet mit einer Abschlusskundgebung auf dem Rathausplatz.

Für die Passauer Kreisrätin und Mit-Initiatorin Halo Saibold steht der Leitspruch „regional ist optimal“ im Vordergrund. Außerdem gebe es „viel Unzufriedenheit darüber, dass die Agrar-, Chemie- und Lebensmittelindustrie aus schnödem Gewinn- und Profitinteresse unsere Umwelt und damit unsere Lebensgrundlagen weiter zerstören darf.“ Georg Kestel ergänzt dazu aus Deggendorfer Sicht: „Eine gemeinwohlorientierte, bäuerliche und biologische Landwirtschaft trägt dagegen zum Klimaschutz bei und geht mit den Böden schonend und nachhaltig um und läßt Raum für naturnahe Biotope und Artenvielfalt. Von besonderer Bedeutung für uns an der Donau ist außerdem, dass lebendige Böden auch einen entscheidenden Beitrag zum Gewässer- und Hochwasserschutz leisten.“

Zu den Rednern bei der Demo gehören die Grünen-Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger aus Landshut, der Imker Günter Kunkel aus Passau, Biobauer Alois Aigner aus Reisbach, die Massentierhaltungsgegnerin Luisa Wagner aus Ruhstorf, Sepp Schmid von der „Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft“ aus Neufraunhofen im Landkreis Landshut, der Passauer Kreisvorsitzende des BUND Naturschutz Karl Haberzettl, der ehemalige Umweltbeauftragte der Diözese Passau Sepp Rottenaicher aus Halsbach im Landkreis Altötting und nicht zuletzt die stellvertretende Landesvorsitzende der ÖDP Agnes Becker aus Wegscheid, die zum bevorstehenden Volksbegehren zum Artenschutz das Wort ergreifen wird.


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