16.05.2019, 11:16 Uhr

Behörde engagiert sich für Artenvielfalt Eine Blumenwiese für das Landshuter Finanzamt


Das Finanzamt Landshut will nach Annahme des Volksbegehrens „Artenvielfalt - Rettet die Bienen“ als staatliche Behörde mit gutem Beispie vorangehen und einen Beitrag gegen den Artenschwund von Flora und Fauna, gerade auch im innerstädtischen Bereich, leisten. Deshalb wurde auf Flächen des Finanzamtsareals jetzt eine Magerrasenfläche und eine Blumenwiese angelegt, die den Insekten als Lebensraum reichlich Nektar bietet und für die Betrachter ein attraktiver Blickfang werden soll.

LANDSHUT In Zusammenarbeit mit Helmut Naneder vom Landschaftspflegeverband und Dr. Verena Eißfeller von der Umweltstation haben die Auszubildenden des Finanzamts, im Rahmen einer Projektarbeit, zunächst im Innenhof eine Magerrasenfläche angelegt. Diese war bereits mit zwei Elsbeerbäumen neu bepflanzt und aufgrund der kiesigen Bodenbeschaffenheit bestens für eine Kräuter- und Blühmischung geeignet.

Neben dem Haupteingang des Finanzamts wurde eine rund 400 Quadratmeter große Wiesenfläche, ebenso unter fachlicher Anleitung des Landschaftspflegeverbands, in eine künftig attraktive und artenreiche Blühfläche verwandelt und nachhaltig aufgewertet. Mithilfe einer Umkehrfräse, die sich der beauftragte Landwirt, Karl Schwaiger, erst kurzfristig besorgte, wurde der Boden präpariert und gut vorbereitet. Die Initiatoren des Projekts, Bernadette Hausperger und Willi Forster, waren zusammen mit der Amtsleiterin, Elisabeth Fett und der Geschäftsstellenleiterin Judith Richter, beeindruckt von der zügigen Umgestaltung in einem Arbeitsschritt. Nach Aussaat des hochwertigen Samens heimischer Pflanzenarten wurde die Fläche gewalzt, um den notwendigen Bodenschluss für das Saatkorn herzustellen. Der für die Keimung unentbehrliche Regenschauer, kam dann am Abend, genau zur rechten Zeit. Erwähnenswert ist auch, dass rund um das Areal des Finanzamts und des Landesamts für Finanzen, insgesamt über 150 unterschiedliche Pflanzenarten heimisch sind und dieser innerstädtische Bereich, als hochwertige ökologische Fläche bezeichnet werden kann. Verschiedene Flächen werden deshalb in Zukunft extensiv gepflegt (2 x jh. mähen). Der zahlreiche Baumbestand, auch mit großen, derzeit blühenden Kastanien, sorgt ebenso für einen lebendigen Wohlfühllebensraum und setzt dem Artenschwund entgegen. So kann sich das Areal um das Finanzamt zu einem Hotspot der Artenvielfalt entwickeln.


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