07.11.2018, 08:51 Uhr

Staunen im Rathaus Amt verbietet Baumfällung – Firma schafft trotzdem Tatsachen

Ein Anwohner dokumentierte die Fällarbeiten auf dem Grundstück. Die hatte die Untere Naturschutzbehörde aber eigentlich untersagt.Foto: privat  (Foto: Gigla/Privat)Ein Anwohner dokumentierte die Fällarbeiten auf dem Grundstück. Die hatte die Untere Naturschutzbehörde aber eigentlich untersagt.Foto: privat (Foto: Gigla/Privat)

Eine Baumfällaktion am Hofberg sorgt für Aufregung in Landshut. Am Montag wurden auf einem Hanggrundstück neben der Neuen Bergstraße eine alte Eiche und ein Spitzahorn gefällt. Die Anwohner sind jetzt auf den Barrikaden – und die Untere Naturschutzbehörde im Rathaus staunt. Denn die hatte am Montagmorgen die Arbeiten ausdrücklich untersagt, wie sie auf Anfrage bestätigt. Und auch der Baureferatsleiter Johannes Doll sagt: „Eine Baugenehmigung gibt es für das Grundstück nicht.“ Ein entsprechender Antrag sei zurückgezogen worden.

LANDSHUT Am Montagnachmittag waren die Bäume dann trotzdem weg. „Ich bin seit 30 Jahren im Geschäft. So etwas habe ich aber auch noch nicht erlebt“, sagt Hans Ritthaler, Fachbereichsleiter der Unteren Naturschutzbehörde. Laut seiner Aussage kann in solchen Fällen eine saftige Strafe in Höhe von bis zu 50.000 Euro drohen.

Anwohner hatten das Amt informiert, weil sie beobachtet hatten, dass am Wochenende Bagger auf dem besagten Grundstück, dessen Besitzer verstorben war, angerückt sind und mit Arbeiten begonnen haben.

„Am Samstag wurde das Gebäude abgerissen und heute innerhalb weniger Stunden beide Bäume entfernt“, sagt eine entsetzte Nachbarin am Montagabend. Sie ist, wie viele in dem Wohngebiet, fassungslos wegen der Aktion. Und nicht nur dort staunt man über die Art und Weise, wie hier Fakten geschaffen wurden. Auch im Landshuter Rathaus ist man baff.

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