10.10.2020, 16:02 Uhr

Zertifikat CO2-neutrale Kautschukböden im Abensberger Rathaus verlegt

Helmut Wichmann und rechts Gerhard Rölz präsentieren das CO2-Zertifikat vor dem neuen Haupteingang des Abensberger Rathauses. Foto: Ingo Knott, Stadt AbensbergHelmut Wichmann und rechts Gerhard Rölz präsentieren das CO2-Zertifikat vor dem neuen Haupteingang des Abensberger Rathauses. Foto: Ingo Knott, Stadt Abensberg

Die Bauarbeiten schreiten sichtlich voran, der neue Haupteingang des Abensberger Rathauses zum Stadtplatz hin deutet es an – das zentrale Verwaltungsgebäude der Stadt Abensberg wird noch im Oktober für die Bürgerinnen und Bürger eröffnet, der Umzug des Verwaltungsteams vom Ersatzgebäude in der Münchener Straße zurück an den Abensberger Stadtplatz wird am 23. Oktober erfolgen.

Abensberg. Bürger und Bedienstete werden dann auch auf Kautschukböden laufen – die sind CO2-neutral und äußerst robust.

Stadtbaumeister Gerhard Rölz hat dieser Tage das CO2-Zertifikat erhalten und sagt: „Diese Art Kautschukboden ist von der Rohstoffgewinnung bis zur Verwertung als CO2-neutrales Material zertifiziert.“ Helmut Wichmann von der Firma „nora systems“, mit der die Stadt Abensberg hier zusammenarbeitet, freut sich: „Unsere Böden sind auf der ganzen Welt in den unterschiedlichsten Gebäuden und Fahrzeugen verlegt – in den Waggons der New Yorker U-Bahn genauso wie auf internationalen Flughäfen, in Krankenhäusern, wie der Charité Berlin, in Schulen und sogar auf Polarstationen in der Antarktis-“ Schön sei, dass auch Verwaltungen wie die Stadt Abensberg die Vorzüge der Kautschukböden erkennen.

Rölz hat die Kautschuk-Bodenbeläge seit Jahren im Blick: Sie sind bereits unter anderem in der Grundschule Offenstetten im Einsatz und in der soeben entstehenden Mensa im Kindergarten Sandharlanden werden sie ebenfalls verwendet. Rölz weiß: „Der Kautschukboden ist in der Anschaffung etwas teurer als andere elastische Böden, aber die Pflege ist erheblich vereinfacht.“ Am Ende ist der Boden dadurch günstiger. Wichmann sagt dazu, dass das Umweltbundesamt in Dessau „nach eingehenden Untersuchungen und mit Blick auf das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis“ zum selben Ergebnis gekommen ist.

Für die Umwelt ohnehin: In jeder Phase des Produkt-Lebenszyklus werden die CO2-Emissionen erfasst, bewertet und geprüft. Verbleibende Treibhausgas-Emissionen werden durch Investitionen in geprüfte Emissionsminderungsprojekte investiert. Die Produktion der Böden erfolgt in Deutschland. Der Strombedarf wird komplett aus erneuerbaren Energien bezogen.

Beim Brandschutz macht der Kautschuk-Bodenbelag seiner Konkurrenz ebenfalls etwas vor: „Das Material ist schwer entflammbar und brandtoxikologisch unbedenklich, weil es keine Halogene enthält.“ Auch in Sachen Sicherheit also eine gute Sache. Allein bei den Böden für das Rathaus wurden durch den Einsatz der Kautschukböden laut Zertifikat 15.000 Kilogramm CO2 kompensiert. Die Ausdünstungen des Materials sind erheblich geringer als bei anderen elastischen Belägen, wie zum Beispiel bei Linoleum, und die Innenraumluft ist somit wesentlich besser. Wichmann und Rölz stellen fest: „PVC-freies Bauen ist auf dem Vormarsch.“


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