03.09.2020, 15:27 Uhr

Veranstaltung in Riedenburg Naturschutz und Genuss – Rotvieh über der Dreiburgenstadt

 Foto: Andreas Frahsek/VöF Foto: Andreas Frahsek/VöF

Auf den Weiden am Gleislhofberg in Riedenburg weidet das Rote Höhenvieh in der fünften Saison. Bereits die Kelten wussten die Vorzüge dieser Rinderrasse zu schätzen. Mit der zunehmenden Spezialisierung der Landwirtschaft konnte diese Rasse aber nicht mehr mithalten und wäre deshalb fast ausgestorben.

Riedenburg/Landkreis Kelheim. Im Rahmen des Altmühlleitenprojekts ist es gelungen, die alte Form der Rinderbeweidung im Altmühltal mit einer historischen Rasse wieder aufleben zu lassen. Die Tiere verrichten den Sommer über ihren Dienst als Landschaftspfleger zum Erhalt und zur weiteren Extensivierung des artenreichen Grünlands mit botanischen Raritäten wie zum Beispiel der Orchidee Bienenragwurz. Die Größe der Herde richtet sich nach dem vorhandenen Aufwuchs, denn Zufütterung ist tabu. Die Milch der Kühe kommt ausschließlich den Kälbern zugute.

Am Sonntag, 13. September, findet ein Spaziergang rund um die Weiden am Gleislhofberg statt, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Rinderhalter und dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e.V. allerhand Wissenswertes über die Beweidung, den Naturschutz und das Rotvieh erfahren. Treffunkt ist um 14 Uhr am Parkplatz Rosenburg.

Durch die Beweidung entsteht nicht zuletzt eine hochwertige regionale Fleischspezialität, die ebenfalls am Sonntag, 13. September, im Fuchsgarten Riedenburg probiert werden kann. Um 11 Uhr werden Landrat Martin Neumeyer und Bürgermeister Thomas Zehetbauer den gegrillten Rotvieh-Weideochs anschneiden.


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