30.08.2018, 15:02 Uhr

Altmühlleitenprojekt Von der Weide auf den Teller – am Sonntag gibt’s Riedenburger Bio-Rotviehochs am Spieß

(Foto: VöF)(Foto: VöF)

Auf den Weiden am Gleislhof in Riedenburg weidet das Rote Höhenvieh in der dritten Saison. Bereits die Kelten wussten die Vorzüge dieser Rinderrasse zu schätzen. Mit der zunehmenden Spezialisierung der Landwirtschaft konnte diese Rasse aber nicht mehr mithalten und wäre deshalb fast ausgestorben.

RIEDENBURG Im Rahmen des Altmühlleitenprojekts ist es gelungen, die alte Form der Rinderbeweidung im Altmühltal mit einer historischen Rasse wieder aufleben zu lassen. Die Tiere verrichten den Sommer über ihren Dienst als Landschaftspfleger zum Erhalt und zur weiteren Extensivierung des artenreichen Grünlands mit botanischen Raritäten wie zum Beispiel der Orchidee Bienenragwurz. Die Größe der Herde richtet sich nach dem vorhandenen Aufwuchs, denn Zufütterung ist tabu. Die Milch der Kühe kommt ausschließlich den Kälbern zugute. Nicht zuletzt entsteht dabei eine hochwertige regionale Fleischspezialität, die am Sonntag, 9. September, probiert werden kann. Um 11.30 Uhr werden Landrat Martin Neumeyer und Bürgermeister Siegfried Lösch den im Fuchsgarten Riedenburg gegrillten Weide-Rotviehochs anschneiden.

Am Nachmittag findet eine Exkursion zu den Weiden auf dem Gleislhof statt, bei der alle Interessierten vom Rinderhalter und dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V. allerhand Wissenswertes über die Beweidung, Naturschutz und das Rotvieh erfahren. Eine kostenlose Busfahrt um 14 Uhr findet ab der Kreuzung Bahnhofstraße/Post in Riedenburg statt, Treffpunkt um 14.15 Uhr am Parkplatz Rosenburg. Die Rückfahrt mit dem Bus ist für 15.30 Uhr vorgesehen.


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